Milien: Nicht verzagen, Spezialisten fragen! - MOOCI

Milien - Jetzt alle Informationen erfahren

Wenn Dir kleine weiße Pickelchen um Deinen Augenbereich aufgefallen sein sollten, handelt es sich dabei vermutlich nicht um richtige Pickel, sondern um Milien. Viele Betroffene empfinden die im Gesicht teilweise stark auffallende Hautveränderung als kosmetisches Problem und wünschen sich eine entsprechende Behandlung. Wie eine solche Therapie aussehen kann und worin der Unterschied zu herkömmlichen Pickeln besteht, möchten wir Dir in diesem Beitrag präsentieren.

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Was versteht die Medizin darunter?

Bei Milien, auch Grießkörner oder Hautgrieß genannt, handelt es sich um kleine weißliche bis gelbliche, gutartige, oberflächliche, mit Keratin gefüllte Zysten, die durch Verstopfung eines Haarfollikels oder eines Schweißdrüsenausführungsgangs entstehen. Treten sie spontan auf, bezeichnen Mediziner sie als primäre Milien. Sekundäre Milien hingegen sind Zysten, die infolge eines Traumas, beispielsweise durch Verbrennungen oder einer Dermabrasion-Behandlung, einer entzündlichen Hauterkrankung oder der Anwendung verschiedener Medikamente auftreten können.

Wie sehen die Symptome aus?

Milien stellen sich als mehrzählige, etwa ein bis drei Millimeter große, gelblich-weiße Knötchen dar. Sie sind sehr oberflächlich in der Haut gelegen und zur Umgebung deutlich abgegrenzt. In der Mehrzahl der Fälle treten die Grießkörner nicht vereinzelt, sondern in Gruppen auf. Sie befinden sich meist an speziellen Körperstellen und fühlen sich bei Berührung eher fest an.

 

Wo befinden sich Milien meist?

Milien entstehen meist im Gesicht, vor allem an den Augen, Schläfen und Wangen.
Doch auch andere Körperstellen, wie das Zahnfleisch oder der Genitalbereich, können betroffen sein.

Welche Ursache hat Hautgrieß?

Die Zysten entstehen durch Verstopfung eines Haarfollikels oder eines Schweißdrüsenausführungsgangs. Als mögliche Risikofaktoren kommen Hauterkrankungen infrage, die mit einer Bildung von Blasen einhergehen. Typische Beispiele hierfür sind Verbrennungen oder Herpes Zoster (Gürtelrose). Kommt es zum Abheilen, kann Hautgrieß zurückbleiben. Auch können verschiedene Medikamente wie Antibiotika und Diuretika (entwässernde Arzneimittel) das Auftreten von Hautgrieß begünstigen. Medizinische Experten vermuten zudem eine genetische Veranlagung, da mitunter eine familiäre Häufung auftritt. Zur Diskussion steht ebenfalls ein Zusammenhang mit Hormonen, da vermehrt junge Frauen von Milien betroffen sind. Oftmals bilden sich Milien aber auch spontan. Das bedeutet, dass die Zysten ohne erkennbare Ursache auftreten.

Wer ist davon betroffen?

Grundsätzlich können Milien in jedem Alter auftreten. Am häufigsten sind jedoch Neugeborene, junge Frauen und ältere Menschen davon betroffen. Bei Neugeborenen bildet sich der Hautgrieß meist nach wenigen Wochen zurück.
Kann der Hautgrieß negative Folgen haben?

Milien stellen keine Hauterkrankung dar, sondern lediglich eine harmlose Hautveränderung.
Sie können weder entarten noch sich entzünden. Auch bestehen keine Schmerzen. Allerdings können Betroffene die Milien als störend empfinden und somit ein kosmetisches Problem darstellen.

 

Welche Formen gibt es?

Mediziner grenzen primäre Milien von sekundären Milien ab. Bei der primären Form bildet sich der Hautgrieß spontan, also ohne ersichtlichen Grund. In den meisten Fällen ist das Gesicht von der Hautveränderung betroffen. Ein typisches Beispiel für diese Form ist das Auftreten der Milien bei Säuglingen. Sekundäre Formen entstehen durch Hauterkrankungen, Verletzungen wie Schnitte, Verbrennungen oder auch Sonnenbrände. Bei dieser Form tritt der Hautgrieß meist an der Stelle auf, an der die Verletzung oder Erkrankung der Haut besteht. Oftmals heilen die sekundären Milien von selbst wieder ab.

Des Weiteren gibt es noch sogenannte Pseudomilien. Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich dabei nicht um gewöhnliche Milien, sondern um durch Ablagerung von Oxalaten (Salze einer Säure) entstandene Papeln. Sie stellen ein Symptom einer seltenen Erkrankung der Niere dar und ähneln dem Aussehen von Milien.

Was ist der Unterschied zu einem Gerstenkorn und zu Pickeln?

Ein Pickel resultiert aus einer mit Talg verstopften Pore, wodurch es zu einer Entzündungsreaktion kommen kann, in deren Folge sich Eiter bilden kann. Bei einem Gerstenkorn sind die am Augenlid vorkommenden Talg- und Schweißdrüsen durch eine bakterielle Infektion entzündet. Auch hier kann es zur Ausbildung von Eiter kommen. Zudem treten häufig Schmerzen auf. Bei Milien sind die Zysten hingegen in der Regel nicht mit Talg oder Eiter, sondern mit Keratin, einem körpereigenen Protein, gefüllt. Das Keratin sorgt dafür, dass sich die Milien im Gegensatz zu Pickeln hart anfühlen. In den meisten Fällen sind die Milien nicht schmerzhaft.

Wie kann ich Milien behandeln lassen?

Zur Entfernung der Milien stehen Dir das chirurgische Entfernen und eine Lasertherapie zur Verfügung.

Chirurgische Entfernung
Bei der chirurgischen Entfernung ritzt der Mediziner mit einem speziellen Messer, dem sogenannten Moncorps-Messer, oder einer Kanüle das Grießkorn an, sodass er anschließend das darin befindliche Keratin herausdrücken kann. Prinzipiell kann diese Methode auch ein erfahrener Kosmetiker durchführen, jedoch solltest Du insbesondere bei sensiblen Körperstellen wie dem Bereich unter dem Auge einen Dermatologen aufsuchen. Dieser kann auch beurteilen, ob es sich wirklich um ein Grießkorn handelt und nicht etwa um eine Warze oder eine andere Hautveränderung. Sollte diese Methode fälschlicherweise beispielsweise bei Warzen zur Anwendung kommen, besteht ein erhöhtes Risiko für ein gehäuftes Auftreten der Warzen, wenn diese durch Viren bedingt sind.

 

Lasertherapie
Mit einem sogenannten Erbium-Laser lassen sich Milien ebenfalls gut entfernen. Dabei kommt es zum Abtragen der obersten Hautschicht. Im Anschluss an die Behandlung bildet sich eine kleine Kruste, die allerdings nach wenigen Tagen abfällt. Die sich während dieses Zeitraumes darunter neu gebildete Haut ist nun frei von Zysten. Für einen optimalen Regenerationsprozess solltest Du in den ersten Tagen nach der Lasertherapie direkte Sonneneinstrahlung meiden. Mit einer Narbenbildung ist in der Regel nicht zu rechnen.

Gibt es auch Hausmittel, welche dagegen helfen?

Um Hautschuppen und Verstopfungen der obersten Hautschicht abzutragen, kannst Du sanfte Peelings aus Hausmitteln verwenden. Empfehlenswert ist beispielsweise eine Mischung aus Zucker, Olivenöl und Honig, die kleine Verhornungen auflösen kann.
Auch Apfelessig, verdünnt mit Wasser, um die Haut nicht zu reizen, kann bei kleinen Milien helfen. Aloe Vera-Gel kann dabei helfen, die Poren zu öffnen und hat zusätzlich einen entzündungshemmenden Effekt. Insgesamt lässt sich festhalten, dass die Wirksamkeit der Hausmittel eingeschränkt ist. Zwar können Hausmittel die Milien optisch weniger ausgeprägt erscheinen lassen, komplett verschwinden werden sie damit aber meist nicht.

Effektiver sind Cremes, die Retinol enthalten. Dieser Wirkstoff ist ein essenzielles Vitamin und kommt auch häufig zur Behandlung der Akne zum Einsatz. Durch den Peeling-Effekt des Retinols ist die Haut feinporiger, ebenmäßiger und glatter.
Beachten solltest Du jedoch, dass Retinol bei überempfindlicher Haut zu Rötungen und Juckreiz führen kann. Da Retinol am Auge zu starken Irritationen führen kann, solltest Du von einer Behandlung von Milien nah am Auge absehen. Fragen zur Anwendung von retinolhaltigen Cremes kannst Du natürlich Deinen Hausarzt oder Dermatologen stellen.

Unter keinen Umständen solltest Du versuchen, in die Milien hineinzustechen, da dadurch Narben und Infektionen die Folge sein können!

Kann ich Hautgrieß vorbeugen?

Sicher vorbeugen lassen sich Milien nicht. Sollte Deine Haut jedoch zu einem vermehrten Auftreten von Milien neigen, empfehlen wir Dir, diese täglich gründlich zu reinigen. Am besten verwendest Du hierfür ein sanftes Reinigungsgel und eine nicht allzu fettende Creme, da diese die Poren verstopft. Wichtig ist des Weiteren, auf einen ausreichenden Sonnenschutz zu achten, da UV-Strahlen die Entstehung von Milien begünstigen können.

 

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten?

Da es sich bei Milien um gutartige Zysten handelt, die in der Regel kein medizinisches Problem darstellen, werten die Krankenkassen eine Entfernung als einen kosmetischen Eingriff, für den keine Kostenübernahme erfolgt. Was genau eine Entfernung kostet, kannst Du bei unseren Spezialisten anfragen. In den Kosten sind in der Regel Honorar für den Arzt, Vor- und Nachgespräch Material und Medikamente enthalten.
Preis für eine Milien-Behandlung anfragen

Alle wichtigen Informationen zusammengefasst

  • Bei Milien handelt es sich um kleine weißliche bis gelbliche, oberflächliche, mit Keratin gefüllte Zysten, die durch Verstopfung eines Haarfollikel oder eines Schweißdrüsenausführungsgangs entstehen
  • Mediziner unterscheiden primäre von sekundären Milien
  • Als Risikofaktoren kommen verschiedene Hauterkrankungen und Arzneimittel infrage. Oftmals ist auch gar keine Ursache erkennbar
  • Am häufigsten sind Neugeborene, junge Frauen und ältere Menschen davon betroffen
  • Grießkörner befinden sich meist im Gesicht und treten in Gruppen auf
  • Milien stellen eine gutartige Hautveränderung dar, wodurch mit keinen gesundheitlichen Folgen zu rechnen ist. Jedoch können Betroffene den Hautgrieß als kosmetisches Problem empfinden
  • Behandeln lassen sich Milien durch eine chirurgische Entfernung und durch Lasertherapie
  • Die Krankenkassen übernehmen im Normalfall nicht die Kosten für eine Entfernung der Milien

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Quellen

Merkur.de

Altmeyers Enzyklopädie

PraxisVita

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Wenn Dir kleine weiße Pickelchen um Deinen Augenbereich aufgefallen sein sollten, handelt es sich dabei vermutlich nicht um richtige Pickel, sondern um Milien. Viele Betroffene empfinden die im Gesicht teilweise stark auffallende Hautveränderung als kosmetisches Problem und wünschen sich eine entsprechende Behandlung. Wie eine solche Therapie aussehen kann und worin der Unterschied zu herkömmlichen Pickeln besteht, möchten wir Dir in diesem Beitrag präsentieren.

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