Neurodermitis: Wenn die Haut unerträglich juckt! - MOOCI

Neurodermitis (Atopische Dermatitis) - Jetzt alle Informationen erfahren

Viele Leidtragende kennen die Problematik: Stark juckende, trockene und gerötete Haut. Meist handelt es sich dabei um Neurodermitis, eine der häufigsten Hauterkrankungen weltweit. Doch Betroffene leiden oft nicht nur körperlich, sondern auch psychisch unter den Beschwerden. Zwar ist Neurodermitis nicht komplett heilbar, dennoch gibt es Therapiemaßnahmen, durch die Du ein beschwerdefreies Leben führen kannst.

Dauer

5-30 Minuten

Ausfallzeit

Keine

Stationär

Nicht notwendig

Was ist Neurodermitis?

Neurodermitis, auch bekannt als Atopische Dermatitis, ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die schubweise auftritt. Typische Kennzeichen sind eine trockene Haut, Juckreiz und entzündete Hautbereiche, sogenannte Ekzeme. Es besteht dabei kein Ansteckungsrisiko.

Wie verläuft die Erkrankung?

Bei Neurodermitis handelt es sich um eine schubweise auftretende Krankheit, die meist bereits in der frühen Kindheit ausbricht. Schubweise bedeutet, dass Symptome durch Stress oder Kontakt mit reizenden Stoffen sehr plötzlich auftreten können und oft über Wochen oder Monate bestehen bleiben. Allerdings besteht ebenfalls die Möglichkeit, dass diese Beschwerden auf einmal wieder über einen sehr langen Zeitraum verschwinden und anschließend eventuell wieder auftauchen. Meist nimmt die Symptomatik mit steigendem Alter ab, sodass betroffene Erwachsene oft nur mehr unter trockener Haut leiden.

Wie sehen die Symptome der Erkrankung aus?

Charakteristisch für Atopische Dermatitis ist eine gestörte Hautbarriere, wodurch es zu einem Mangel an Fetten kommt und in deren Folge Wasser verloren geht sowie allergieauslösende Stoffe leichter in Deinen Körper eindringen können. Es kommt zu entzündlichen Hautveränderungen (Ekzeme), die sich in einer trockenen und geröteten Haut äußern, die auch nässen kann. Durch den geringen Feuchtigkeitsanteil der Haut tritt vermehrt Juckreiz an den betroffenen Stellen auf, wodurch sich bestehende Symptome verschlimmern können. Da das Jucken nachts besonders stark sein kann, kommt es häufig zu Schlafmangel, wodurch wiederum Leistungsminderungen auftreten können.

Bei Neugeborenen äußert sich die Hautkrankheit in Form von sogenanntem Milchschorf. Dabei handelt es sich um weiß-gelbe Schuppenkrusten auf geröteter Haut, die an angebrannte Milch erinnern.

Was sind die Auswirkungen der Neurodermitis?

Die geschwächte Immunabwehr Deines Körpers führt dazu, dass mehr Bakterien Deine Haut besiedeln, als es bei gesunder Haut der Fall ist. Zusätzlich können diese Erreger durch die gestörte Hautbarriere leichter in Deinen Körper eindringen, in deren Folge vermehrt Infektionen entstehen können. Hierbei sind Entzündungen der Haarfollikel (Follikulitis) und großflächige Hautentzündungen (Pyodermie) möglich.

Häufig treten auch Virusinfekte auf, wie zum Beispiel das Molluscum-contagiosum-Virus, das für die Entstehung von Dellwarzen verantwortlich ist.

Im schlimmsten Fall führen eingedrungene Herpes-Viren zu einer lebensbedrohlichen Blutvergiftung (Sepsis) sowie zu einer Hirnhautentzündung (Enzephalitis). Begleitsymptome können unter anderem Fieber und eine Bläschenbildung der Haut sein.

Was sind die Ursachen von Neurodermitis?

Die genaue Ursache der Atopischen Dermatitis ist noch nicht vollkommen geklärt.

Experten vermuten ein Zusammenwirken von genetischer Veranlagung, immunologischen Prozessen und verschiedenen Umwelteinflüssen.

Genetische Veranlagung

Aufgrund der Tatsache, dass Kinder von Allergikern und Neurodermitikern häufiger von der Erkrankung betroffen sind als andere, kann auf eine genetische Veranlagung geschlossen werden. So haben Forscher Mutationen im Filaggrin-Gen entdeckt, die dazu führen, dass Betroffene weniger Filaggrin in den äußeren Hautschichten bilden. Bei Filaggrin handelt es sich um ein Strukturprotein, welches essentiell für die Hautbarriere ist, da es Verhornungen dieser fördert. Liegt eine verminderte Produktion dieses Proteins vor, können Allergene leichter in Deine Haut eindringen und Entzündungsreaktionen fördern.

Weitere Forschungsergebnisse zeigen, dass Erkrankte weniger Delta-6-Desaturase produzieren. Dieses Enzym wandelt mit der Nahrung aufgenommene Linolsäure in Gamma-Linolensäure um, die ein bedeutender Bestandteil Deines Hautfettes ist. Besteht in Deinem Körper ein Mangel dieser Fettsäure, kann Deine Haut leichter austrocknen.

Des Weiteren belegen wissenschaftliche Resultate, dass das Fehlen bestimmter Kollagene in der Haut ebenfalls im Zusammenhang mit Neurodermitis steht.

Immunologische Vorgänge

Bei einem Großteil der Erkrankten kommt es zu einer Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems gegenüber normalerweise harmlosen Fremdstoffen, beispielsweise Pollen oder Tierhaare, die in den Körper eindringen. Diese als Antigene bezeichneten Substanzen sorgen für eine immunologische Reaktionskette, in deren Folge sogenannte B-Zellen Antikörper bilden. Die Antikörper, genannt Immunglobuline E, kurz IgE, haften sich auf Mastzellen an, woraufhin diese Entzündungsstoffe, unter anderem die Substanz Histamin, ausschütten. Histamin ist für die entstehende Entzündungsreaktion verantwortlich und führt somit zu Jucken und Schmerz.

Umwelteinflüsse

Neurodermitiker reagieren besonders empfindlich gegenüber inneren und äußeren Reizungen, bezeichnet als Trigger oder Provokationsfaktoren. Darunter zählen sowohl chemische Reize, wie beispielsweise Tabakrauch oder zu scharfe Seife, als auch mechanische Reize, zum Beispiel in Form von kratziger Wolle. Ebenfalls können verschiedene Substanzen in Lebensmitteln Hautreizungen und Juckreiz hervorrufen. Die häufigsten Nahrungsmittelallergien bestehen hierbei gegen Ei, Milch, Soja, Nüsse und Weizen. Doch auch Stress und bestimmte Wetterbedingungen, darunter extreme Kälte oder schwüles Wetter, können Deine Haut reizen.

Wie wird die Erkrankung diagnostiziert?

Zunächst erfolgt ein Anamnesegespräch mit einem Haut- oder Kinderarzt, in dem der Experte Dir unter anderem folgende Fragen stellt: Wann und wo treten die Symptome auf? Wodurch kommt es zu einer Verstärkung? Treten in letzter Zeit Schnupfen oder andere Erkältungsbeschwerden auf?
Hierbei kann es hilfreich sein, wenn Du Dir zuvor ein Symptomtagebuch angelegt hast.

Anschließend begutachtet der Fachmediziner Deine betroffenen Hautstellen, wodurch oftmals bereits eine Diagnose möglich ist. Um herauszufinden, ob eine Allergie ursächlich für Deine Hautveränderungen ist, kommt es zur Anwendung zusätzlicher Testverfahren. Mittels einer Blutuntersuchung lässt sich eine erhöhte Menge an IgE-Antikörpern nachweisen. Sollte dies bei Dir der Fall sein, sind der Prick-Test und der Epikutantest weitere Analysemethoden, um den genauen Auslöser herauszufinden.

Der Prick-Test dient zum Nachweis von sogenannten Typ-I-Allergenen. Dabei handelt es sich beispielsweise um Tierhaare oder Pollen, die innerhalb von Sekunden bis Minuten eine allergische Reaktion auslösen. Hierbei tropft Dir der Dermatologe ein Extrakt des Allergens auf Deine Haut und sticht diese im Anschluss mit einer Lanzette leicht an, sodass die Substanz in die Oberhaut eindringen kann. Schmerzen entstehen dabei meist keine. Nach 20 Minuten kommt es zu einem Vergleich mit zwei mit durchgeführten Leertestungen, einer Positivkontrolle mit Histamin, die ebenfalls eine Hautreaktion hervorruft, sowie einer wirkstofffreien Negativkontrolle, bei der es zu keiner Veränderung Deiner Haut kommt.

Eine Beurteilung der Hautreaktion erfolgt anhand von Hautrötung und Quaddelgröße, die gegenüber der Positivkontrolle ähnlich sein sollte.

Mit dem Epikutantest ist ein Nachweis von Typ-IV-Allergenen möglich, die eine allergische Reaktion erst nach mehreren Stunden bis wenigen Tagen bewirken. Beispiele hierfür sind Nickel in Schmuck und bestimmte Duftstoffe. Bei diesem Testverfahren trägt der Hautarzt die am meisten verdächtigen Allergene zusammen mit Wasser oder Vaseline auf die Haut Deines Rückens auf. Der Schutz des Testbereichs entsteht durch spezielle Pflaster mit kleinen Kammern. Die Testauswertung geschieht nach 24, 48 und 72 Stunden. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Reaktionsverlauf, wobei der Experte bewertet, ob es sich um eine steigende oder fallende Reaktion handelt.

Wer ist von Neurodermitis betroffen?

Europaweit leiden etwa zehn Millionen Menschen an Neurodermitis. Dabei sind 5-20 Prozent aller Kinder von dieser Hauterkrankung betroffen. In zwei von drei Fällen zeigen sich bereits erste Symptome im ersten Lebensjahr. Da Dauer und Stärke der Symptome mit steigendem Alter meist abnehmen, heilt die Krankheit häufig im Schulalter ab, wobei oftmals nur noch leicht trockene Haut zurückbleibt. Dennoch sind schätzungsweise 1-3 Prozent der Erwachsenen an Atopischer Dermatitis erkrankt, wobei die Tendenz steigend ist.

Welche Körperstellen sind besonders davon betroffen?

Im Säuglingsalter sind zunächst Symptome an den Wangen typisch, die sich im weiteren Verlauf an Stirn und Kopfhaut sowie Kinn und Hals ausbreiten. Beginnen Säuglinge mit dem Krabbeln, können Ekzeme auf den Streckseiten von Armen und Beinen auftreten.

Bei allen Altersgruppen sind rote Ausschläge sowohl an den Ellenbeugen und Kniekehlen als auch im Gesicht oder Hals charakteristisch. Ebenfalls sind Veränderungen an der Haut von Händen und Füßen sowie an den Innenseiten der Arme möglich. Teilweise treten sogar Hautveränderungen an den Augenlidern und Mund-, Nasen- und Ohrenwinkeln auf. In seltenen Fällen kann Neurodermitis den gesamten Körper befallen.

Welche Formen von Neurodermitis gibt es?

Experten unterscheiden zwischen der extrinsischen und intrinsischen Form.

Etwa 80 Prozent der Betroffenen leiden an der extrinsischen Form, bei der sich im Blut der Erkrankten ein erhöhter Spiegel an IgE-Antikörper nachweisen lässt. Die erhöhte Konzentration an IgE lässt auf eine Überreaktion des Immunsystems auf bestimmte Allergene schließen, die über Nahrungsmittel oder die Atemluft in den Körper gelangen.

Bei der intrinsischen Form spielen allergische Symptome eine untergeordnete Rolle, der IgE-Spiegel im Blut liegt im Normbereich. Etwa 20 Prozent der Betroffenen leidet unter dieser Form der Neurodermitis.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

4-Stufen-Plan

Experten empfehlen, sich bei der Behandlung an einen 4-Stufen-Plan zu halten.

Je nach aktuellem Hautzustand sind unterschiedliche Therapiemaßnahmen vorgesehen.

Die Stufe 1 (Trockene Haut) beinhaltet die sogenannte Basispflege. Hierbei solltest Du auf eine sorgfältige tägliche Hautpflege achten. Verwende fett- und feuchtigkeitsspendende Präparate. Weitere Möglichkeiten sind Ölbäder sowie warme als auch kalte nasse Umschläge, die zur Linderung beitragen. Außerdem solltest Du individuelle Trigger meiden.

In der Stufe 2 (Leichte Ekzeme) und Stufe 3 (Mäßig Schwere Ekzeme) erfolgen eine Behandlung mit Kortison oder Calcineurin-Hemmern, wobei in der dritten Stufe höhere Konzentrationen zum Gebrauch kommen. Beide Substanzen sind Immunsuppressiva, senken also die Aktivität Deines Immunsystems. Kortison ist ein körpereigenes Hormon, aber zusätzlich auch Bestandteil von Medikamenten mit entzündungshemmender und juckreizlindernder Wirkung.

Leidest Du unter leichten Ekzemen, die sich an dünnen Hautstellen wie Deiner Gesichtshaut befinden, verschreibt Dir der Dermatologe schwächer dosierte Kortisonsalben. Bei Ekzemen an Armen oder Fußsohlen können hingegen auch höhere Konzentrationen zum Einsatz kommen. Diese Salbe trägst Du einmal täglich dünn auf die entsprechenden Hautpartien auf. Wichtig ist, dass Du die Kortisonbehandlung mit Deinem behandelnden Arzt besprichst, da bei zu langer Anwendung ohne Unterbrechung Nebenwirkungen auftreten können. Möglich sind das Auftreten von weißen Flecken, sichtbaren Hautäderchen und Hautentzündungen um den Mund.

Zur Therapie von empfindlichen Hautstellen stellen die Calcineurin-Inhibitoren Pimecrolimus und Tacrolimus Alternativen dar, die ebenfalls entzündungshemmend wirken. Der Vorteil dieses Heilverfahrens besteht darin, dass die genannten Nebenwirkungen der Kortisonbehandlung bei Pimecrolimus und Tacrolimus meist nicht bestehen. Dennoch sind auch hier in den ersten Tagen Hautreizungen wie Rötungen oder Juckreiz möglich. Außerdem raten Experten davon ab, während der Verwendung dieser Arzneimittel eine Phototherapie zu machen, da Calcineurin-Inhibitoren möglicherweise das Risiko für Hautkrebs erhöhen. An weniger empfindlichen Hautpartien kommen hingegen diese Inhibitoren nur zum Einsatz, wenn Du die Kortisonsalben nicht verträgst oder sich keine Besserung zeigt.

In der Stufe 4 (Schwere, hartnäckige Ekzeme) verschreibt Dir der Mediziner Kortison in Tablettenform, das durch die orale Einnahme im ganzen Körper wirken kann und somit einen stärkeren entzündungshemmenden Effekt hat.

Eine weitere Möglichkeit stellt Ciclosporin A dar, ebenfalls ein Immunsuppressivum. Diesen Wirkstoff bekommst Du bei besonders schwerer Form der Neurodermitis verschrieben. Die orale Einnahme erfolgt zweimal täglich. Nach vier bis sechs Wochen solltest Du Ciclosporin A wieder absetzen, um möglichen Langzeitnebenwirkungen wie Nierenschäden oder Bluthochdruck vorzubeugen. Treten die Neurodermitis-Symptome erneut auf und Du hast das Medikament zuvor gut vertragen, kannst Du das Medikament erneut einnehmen.

Auch hier sollte keine gleichzeitige Anwendung einer Phototherapie zum Einsatz kommen aufgrund eines erhöhten Hautkrebsrisikos.

Fototherapie (Lichttherapie)

Bei der Phototherapie bestrahlt der Hautarzt Deine betroffenen Hautstellen mit ultraviolettem Licht, meist kommt UV-A- und/oder UV-B-Licht zum Einsatz. Dies lindert die akuten Symptome der Atopischen Dermatitis durch Hemmung verschiedener Entzündungszellen Deiner Haut.

Eine Variante der Lichttherapie stellt die sogenannte PUVA dar, wobei PUVA für „Psoralen und UV-A-Phototherapie“ steht. Bei Psoralen handelt es sich um einen Photosensibilisator, der Deine Haut für die anschließende UV-A-Bestrahlung empfindlicher macht.

Bei Neurodermitis kommt die topische PUVA-Therapie zur Anwendung.

Bei dieser Methode badest Du zuvor in einer Psoralen-Lösung oder der Dermatologe bestreicht Deine betroffene Hautstelle mit einer Creme, die diesen Stoff enthält.

Vor der eigentlichen Therapie ermittelt der Arzt die minimale phototoxische Dosis (MPD). Diese gibt an, ab welcher UV-Konzentration die Haut mit Psoralen eine Rötung zeigt.

In der ersten Sitzung erfolgt eine Bestrahlung mit 20 – 30 Prozent der MPD, wobei der Arzt die Dosis langsam steigert. Meist sind zehn bis 30 Sitzungen notwendig, die immer jeweils an zwei aufeinanderfolgenden Tagen mit einem Tag Pause dazwischen stattfinden.

Zwar ist PUVA eine wirksame Therapie, dennoch musst Du während der gesamten Sitzung eine spezielle Brille zum Schutz Deiner Augen tragen.

Da die Haut durch das Psoralen noch drei bis vier Stunden nach der Behandlung sehr sensibel ist, solltest Du ebenfalls in dieser Zeit einen Schutz gegen UV-Strahlung tragen, auch in geschlossenen Räumen. Risiken dieser Behandlungsmethode sind: Sonnenbrände, Leberflecke, eine Bindehaut- und Hornhautentzündung, sowie eine eventuelle krebserzeugende Wirkung des UV-Lichts.

Lässt sich die Erkrankung vollkommen heilen?

Laut Experten ist eine komplette Heilung von Neurodermitis aktuell nicht möglich, da die anlagebedingte Überempfindlichkeit der Haut durch derzeitige medizinische Methoden noch nicht zu beheben ist. Dennoch können Betroffene durch geeignete Behandlung und vorbeugende Maßnahmen jahrelang symptomfrei leben.

Kann ich die Erkrankung vorbeugen?

Vorbeugende Maßnahmen gliedern sich in eine Primär- und Sekundärprävention.

Ziel der Primärprävention ist es, von vornherein den Ausbruch von Neurodermitis zu verhindern. So sollten Frauen in der Schwangerschaft auf das Rauchen verzichten und auch nach der Geburt dafür sorgen, dass das Kind in einer rauchfreien Umgebung aufwachsen kann. Empfehlenswert ist eine Stillzeit von mindestens vier bis sechs Monaten, wobei die Mutter durch ihre Ernährung Einfluss auf die Gesundheit ihres Kindes nehmen kann. Es gibt Hinweise, dass eine fischreiche Ernährung während der Schwangerschaft und Stillzeit das Risiko für atopische Krankheiten senkt.

Die Sekundärprävention zielt hingegen auf Maßnahmen ab, um bei bereits bestehender Neurodermitis akuten Krankheitsschüben vorzubeugen. Hierbei solltest Du individuelle Auslöser meiden oder reduzieren. Darunter zählen Allergene, wie beispielsweise Pollen, Tierhaare oder auch bestimmte Stoffe in Lebensmitteln.

Verwende feuchtigkeits- und fettspendende Pflegeprodukte und vermeide parfümhaltige.

Viele Feuchtigkeitscremes enthalten sogenannte Emollienzien. Dabei handelt es sich um Fettsubstanzen, die die Hautrauhigkeit vermindern und Deine Haut glatter und weicher erscheinen lassen. Am besten besprichst Du mit Deinem behandelnden Arzt, welche Pflegeartikel für Dich geeignet sind.

Achte zusätzlich darauf, eine zu starke mechanische Beanspruchung Deiner Haut zu verhindern. Tupfe dafür diese nach dem Duschen oder Baden trocken, anstatt zu reiben. Darüber hinaus ist kühles, kurzes Duschen ratsam.

Zu enge Kleidung kann ebenfalls Deine Haut zu sehr beanspruchen. Am geeignetsten sind weiche Textilien aus Baumwolle, Seide oder Leinen. Außerdem solltest Du ungünstige klimatische Bedingungen meiden. Darunter zählen beispielsweise Reisen in heiße Länder.

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten?

In der Regel übernehmen die Krankenkassen diagnostische Maßnahmen zur Beurteilung möglicher Ursachen der Krankheit, wie beispielsweise Allergien. Ebenfalls kommen die Kassen für antientzündliche Medikamente sowie Cremes und Salben, die antimykotisch oder antibiotisch wirken, auf. Keine Kostenübernahme erfolgt dagegen für die Basistherapie.

Weitere zusätzliche Maßnahmen, wie zum Beispiel die Phototherapie, Akupunktur oder eine Eigenbluttherapie musst Du auch meist selbst bezahlen. 

Alle wichtigen Informationen zusammengefasst:

  • Auslöser ist oft eine Kombination von Vererbung, immunologischen Prozessen und Umwelteinflüssen
  • Dauer und Stärke der Symptome nehmen meist mit steigendem Alter ab
  • Neurodermitis ist nicht heilbar, jedoch gut behandelbar
  • Eine geeignete Behandlung stellt die 4-Stufen-Therapie dar
  • Die Phototherapie ist eine mögliche Behandlungsalternative
  • Es erfolgt in der Regel keine Kostenübernahme für die Basis- und Phototherapie durch die Krankenkasse

 

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Viele Leidtragende kennen die Problematik: Stark juckende, trockene und gerötete Haut. Meist handelt es sich dabei um Neurodermitis, eine der häufigsten Hauterkrankungen weltweit. Doch Betroffene leiden oft nicht nur körperlich, sondern auch psychisch unter den Beschwerden. Zwar ist Neurodermitis nicht komplett heilbar, dennoch gibt es Therapiemaßnahmen, durch die Du ein beschwerdefreies Leben führen kannst.