Wenn Dir die Schuppenflechte das Leben erschwert - MOOCI

Schuppenflechte (Psoriasis) - Jetzt alle Informationen erfahren

Die Schuppenflechte gehört zu den häufigsten Hauterkrankungen weltweit. Etwa 2% der Bevölkerung leidet darunter. Die Symptome sind für die Betroffenen sehr unangenehm und stellen für die Patienten eine Verschlechterung der Lebensqualität dar. Es gibt jedoch einige Behandlungsmöglichkeiten, um die Psoriasis erfolgreich in den Griff zu bekommen.

Dauer

5-45 Minuten

Ausfallzeit

Keine

Stationär

Nicht notwendig

Was ist eine Schuppenflechte?

Die Psoriasis ist eine entzündliche Hautkrankheit, die etwa 2 % der Bevölkerung betrifft und damit eine der häufigsten Hauterkrankungen darstellt. Sie ist chronisch, aber nicht ansteckend und Männer und Frauen sind etwa gleich häufig betroffen.
Die Krankheit verläuft in Schüben und kann prinzipiell in jedem Alter zum ersten Mal in Erscheinung treten, typischerweise jedoch zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr.
Forscher bringen das Risiko, an Psoriasis zu erkranken, unter anderem auch mit den genetischen Anlagen in Verbindung. Folglich ist die Möglichkeit, früher oder später selbst an Schuppenflechten zu leiden, höher, wenn bereits die Eltern oder andere Verwandte davon betroffen sind.
Ein Großteil der Betroffenen hat es neben den äußerlich sichtbaren Symptomen der Krankheit auch noch mit psychischen Belastungen zu tun, die mit der Erkrankung einhergehen und die keinesfalls zu unterschätzen sind. Die Patienten sind häufig Opfer von Vorurteilen und Stigmatisierungen, denn allzu oft wird die Krankheit fälschlicherweise mit den Hygienegewohnheiten der Erkrankten in Verbindung gebracht.

Was sind die Ursachen und Auslöser für eine Schuppenflechte?

Die Schuppenflechte wird durch eine Fehlsteuerung des Immunsystems verursacht. Zusammengefasst bedeutet das, dass die Erneuerung der Haut zu schnell abläuft und es zu einer Art von Überproduktion der Zellen kommt. In der Folge schichten sich die Hautzellen auf und es entsteht die für die Krankheit typische verdickte, verhornt wirkende Haut.

Sogenannte Triggerfaktoren können zum erstmaligen Auftreten oder zum Auslösen eines neuerlichen Schubes beitragen. Dabei handelt es sich zum Beispiel um psychische Belastungen, wie etwa Stress, oder auch um die Verwendung bestimmter Medikamente, Nikotin- und Alkoholkonsum wie auch um hormonelle Auslöser. Die Faktoren sind allerdings höchst individuell und vielfältig.

Welche Formen der Schuppenflechte gibt es?

Es gibt verschiedene Formen, in denen die Psoriasis auftreten kann. Die geläufigsten haben wir hier für Dich zusammengefasst:

Psoriasis vulgaris
Dabei handelt es sich um die häufigste Erscheinungsform der Schuppenflechte. Sie zeigt sich typischerweise als die für die Krankheit charakteristische Verhornung der Haut. Die betroffenen geröteten Hautstellen sind mit silbrig erscheinenden Schuppen überzogen, welche auch als Plaques bezeichnet werden.

Psoriasis capitis
Diese Form ist auch als Kopfhautpsoriasis bekannt und gibt so Aufschlüsse darauf, wo man diese klassischerweise finden kann: an den behaarten Stellen des Kopfes.

Psoriasis pustulosa
Bei dieser Ausprägung kommt es zur Bildung von Eiterbläschen oder Pusteln.

Die unterschiedlichen Formen sind zumeist jedoch nicht komplett voneinander trennbar und können ineinander übergehen.

Wie sehen die Symptome aus?

Typischerweise äußert sich die Psoriasis anhand der entzündeten, mit silbrigen Schuppen überzogenen tiefroten Hautstellen, die im Normalfall scharf abgegrenzt und leicht erhaben sind. Die Größe dieser Stellen variiert allerdings stark. Es ist möglich, dass die betroffenen Hautstellen einen Juckreiz verursachen, allerdings ist das kein Muss.

Welche Körperstellen sind am häufigsten von der Schuppenflechte betroffen?

Bei den am häufigsten betroffenen Stellen handelt es sich um die Ellbogen, die Knie, die Beine und die Kopfhaut. Die Psoriasis kann sich aber auch an Finger- und Fußnägeln zeigen.
Ein wichtiges Merkmal der Krankheit ist vor allem, dass sie sich, abgesehen von der Haut, auch auf andere Körperteile auswirken kann.
In etwa einem von fünf Fällen erkrankt ein an Psoriasis leidender Patient auch an einer Gelenkentzündung, einer sogenannten Psoriasis Arthritis. Auch das Herz-Kreislaufsystem kann in Mitleidenschaft gezogen werden und sogar Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht und psychische Erkrankungen, wie Depressionen, werden damit in Zusammenhang gebracht.

Wer diagnostiziert die Schuppenflechte – und wie?

In der Regel untersucht der Hautarzt die betroffene Hautstelle. Kann der Arzt auf diese Weise keine eindeutige Diagnose stellen, nimmt er eine Haut-Biopsie vor. Dabei entnimmt der zuständige Mediziner eine Hautprobe, mit welcher ein sicherer Befund möglich ist.
Gemeinsam wählt Ihr dann eine passende Therapie aus, die für Dich und Deinen Lebensstil am besten ist.

Tipp: Fertige vor dem Arztbesuch bereits eine Liste mit möglichen Fragen an, damit Du während dem Gespräch nichts vergisst.

Ist die Schuppenflechte heilbar?

Eine vollständige Heilung der Psoriasis ist nicht möglich, sie ist aber gut behandelbar.
Eine auf Dich zugeschnittene Therapie ist essentiell, um nicht nur die Krankheit kontrollieren und ihre Symptome reduzieren zu können, sondern auch um das Risiko für Begleiterkrankungen zu minimieren.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Wichtig ist zu wissen, dass die Therapiemöglichkeiten die Krankheit und ihre Symptome nur lindern können – es gibt keine vollständige Heilung.

Die Behandlungsmöglichkeiten sind mannigfaltig und können individuell auf Dich und Deine Symptome abgestimmt werden. Einen Überblick haben wir hier für Dich zusammengestellt:

Lokaltherapien
Unter Lokaltherapien, auch als topische Therapien bekannt, sind vom Hautarzt verschriebene Salben, Cremes, Lotionen und dergleichen zu verstehen, die zumeist mit Wirkstoffen wie etwa Cortison oder auch mit Vitamin D angereichert sind. Diese lindern im Idealfall die Entzündung der Haut und können zu einer Erleichterung des eventuell verspürten Juckreizes führen.

Lichttherapie
Die Lichttherapie wird meist dann eingesetzt, wenn die bisherigen topischen Behandlungsversuche nicht die erhoffte Wirkung gezeigt haben.  Dabei bestrahlt der Arzt die Haut des Patienten mit natürlichem oder künstlichem UV-Licht. Das führt dazu, dass sich das übermäßige Wachstum der Hautzellen verlangsamt.

Systemische Therapie
Dabei handelt es sich vorrangig um Medikamente zur innerlichen Anwendung, die gegen die Entzündung wirken, oder auch um Injektionen. Eine Neuerung in diesem Bereich stellen Biologika dar. Diese führen dazu, dass bestimmte Abläufe, die die Hautentzündungen auslösen, blockiert werden. Bei dieser Behandlungsmethode verabreicht der Arzt den Wirkstoff mittels Injektionen unter die Haut oder intravenös. Auch bei dieser Therapiemethode gibt es unterschiedliche Wirkstoffe, sodass eine individuelle Einstellung
sehr gut möglich ist.

Balneotherapie
Zusätzlich dazu empfehlen Spezialisten eine Balneotherapie. Mit diesem Begriff sind Bäder in salz-, beziehungsweise solehaltigen Lösungen gemeint. Da das Tote Meer bekanntermaßen einen enorm hohen Salzgehalt hat, wäre ein Ausflug dorthin natürlich ideal. Alternativ dazu ist aber auch ein Urlaub am Meer allgemein sehr empfehlenswert. Dabei hast Du sowohl Zugang zu salzhaltigem Wasser als auch vermehrten Kontakt zu den helfenden und die Symptome lindernden Sonnenstrahlen.

Bei der Auswahl der Therapiemöglichkeit spielen unterschiedliche Faktoren, wie vor allem der Schweregrad der Krankheit und die bisherige Ausprägung, eine Rolle. Am wichtigsten ist es, dass Du Dich ausführlich mit deinem Arzt berätst und Ihr gemeinsam die für Dich passendste und wirkungsvollste Methode wählt. Ein regelmäßiges und vor allem korrektes Anwenden der ausgewählten Behandlungsmethode ist das A und O für die erfolgreiche Linderung.

Kann ich der Schuppenflechte vorbeugen?

Ja, man kann mittels unterschiedlicher Vorkehrungen versuchen, das Ausbrechen der Krankheit zu verhindern oder zu verzögern oder einen neuerlichen Schub so gut wie möglich zu vermeiden. Dazu gehört, den Nikotin- und Alkoholkonsum einzuschränken oder bestenfalls ganz und gar darauf zu verzichten, besonders auf die Ernährung zu achten und einhergehend damit Übergewicht zu reduzieren. Spezialisten empfehlen, speziell glutenhaltige Nahrungsmittel zu vermeiden. Ein Rezept, das für alle Psoriatiker gleichermaßen gut hilft, gibt es jedoch nicht. Es ist wichtig, dass Du selbst besonders auf Dich achtest und dabei beobachtest, was Dir und Deiner Haut guttut oder den Zustand verschlechtert. Ärzte sind sich jedoch einig, dass die tägliche Hautpflege grundlegend ist. Dazu gehören vor allem rückfettende Pflegeprodukte, besonders der Wirkstoff Urea ist zu empfehlen. Zu langes und zu heißes Baden solltest Du vermeiden, da die Haut sonst zum schnelleren Austrocknen neigt.

Da unter anderem auch Stress zu den Triggerfaktoren zählt, ist ein wichtiger Beitrag zur Vorbeugung der Schuppenflechte die Vermeidung von Stressauslösern. Das hört sich natürlich einfacher an, als es sich schließlich umsetzen lässt. Doch es gibt zum Beispiel tolle Entspannungstechniken, die Du ausprobieren kannst, um ein bisschen zur Ruhe zu kommen und zu relaxen. Spezialisten empfehlen außerdem, Dich mit jemandem über die Krankheit auszutauschen. Deine Familie, Freunde und Bekannte sind sicherlich ein guter erster Anlaufpunkt, doch gezielte Hilfe und Unterstützung werden Dir vor allem in Gesprächstherapien oder auch in Selbsthilfegruppen geboten. Gerade in letzterem kannst Du Dich mit anderen Betroffenen austauschen und idealerweise neue Tipps und Tricks zum Umgang mit der Erkrankung entdecken. Immerhin weiß neben Dir niemand besser, was es bedeutet, mit Psoriasis zu leben, als andere Betroffene.

Welche Kosten übernehmen die Krankenkassen?

Ist die Schuppenflechte sehr stark ausgeprägt, dann übernehmen die Krankenkassen oftmals die Kosten, beziehungsweise einen Teil davon. Allerdings ist dies häufig von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Am besten informierst Du Dich direkt bei Deiner Krankenkasse, welche Leistungen sie übernimmt.

Die wichtigsten Fakten zur Psoriasis noch einmal zusammengefasst:

  • Psoriasis ist eine nicht ansteckende, schubartig verlaufende Hautkrankheit
  • Sie ist chronisch und nicht heilbar
  • Es gibt jedoch gute und vor allem individuelle Therapiemethoden, um die Krankheit und ihre Symptome in Schach zu halten
  • Beachte, dass die Krankheit einen sehr individuellen Verlauf hat
  • Bei den typischen Symptomen handelt es sich um Rötungen und Schuppungen der Haut, die weiß-silbrig erscheinen und möglicherweise Jucken verursachen können
  • Vermeide Triggerfaktoren wie Stress, achte auf Deine Ernährung und versuche generell einen gesunden Lebensstil zu führen, der im besten Fall weder Nikotin noch Alkohol beinhaltet
  • Besprich die Symptome und mögliche Behandlungstherapien unbedingt mit Deinem Arzt

 

Wie finde ich den richtigen Arzt?

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