Warzen? Nein danke! - MOOCI

Warzen Entfernen - Jetzt alle Informationen erfahren

Plötzlich sind sie da: Kleine Hautwucherungen. Vor allem Hände und Füße sind oftmals von der Virusinfektion, welche sich als Warze bemerkbar macht, betroffen. Zwar handelt es sich hierbei um eine harmlose Hautveränderung, trotzdem kann sie Beschwerden verursachen. Gerade an der Fußsohle kann sich ein Warze als sehr unangenehm herausstellen. Viele Betroffene stören sich ebenfalls aus ästhetischen Gründen an den Hautwucherungen und möchten diese beseitigen.

Dauer

5-30 Minuten

Ausfallzeit

Keine

Stationär

Nicht notwendig

Was versteht die Medizin unter Warzen?

Unter Warzen verstehen Mediziner gutartige Hautwucherungen, die sich je nach Warzentyp flach, verhärtet oder knötchenartig darstellen und an verschiedenen Körperregionen auftreten können.

Was verursacht Warzen?

Meist entstehen Warzen durch humane Papillomaviren, die durch kleine Risse oder Verletzungen in die beschädigte oberste Hautschicht eindringen können. Dort setzen sie sich fest und infizieren einzelne Zellen, wodurch die Haut zu wuchern beginnen kann.
Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Wucherung dauert in der Regel zwischen wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten.

 

Wie sehen die Symptome aus?

Zwar handelt es sich bei einer Warze meist um eine ungefährliche Virusinfektion, die Deine Gesundheit nicht beeinträchtigt, dennoch können dadurch Juckreiz und Schmerzen entstehen, insbesondere auf der Fußsohle beim Gehen. Ebenfalls empfinden Betroffene eine Warze häufig als Makel und daher als ästhetisches Problem.

Wer ist davon betroffen?

Die Übertragung des Virus findet meist von Mensch zu Mensch statt, beispielsweise beim Händedruck oder ungeschützten Geschlechtsverkehr. Eine Infektion ist ebenso im Schwimmbad oder in der Sauna möglich, da die Erreger auch in der Umwelt vorkommen.
Dementsprechend kann sich prinzipiell jeder mit dem Virus anstecken. Dennoch bekommen nicht alle Personen, bei denen eine Infektion vorliegt, automatisch Warzen. Ein geschwächtes Immunsystem und eine angeschlagene Haut, wie sie bei Neurodermitis auftreten kann, sind mit verursachende Faktoren für deren Entstehung. Besonders Kinder und Jugendliche sind häufig von Warzen betroffen, denn bei erstmaligem Kontakt mit dem Virus kann ihr Immunsystem die Erreger noch nicht ausreichend bekämpfen. Auch Rauchen und Diabetes können das Risiko erhöhen.

Wo können Warzen vorkommen?

Häufig kommen Warzen an der Hand, am Fuß, im Gesicht und im Genitalbereich vor.
Grundsätzlich kann jedoch jede Körperregion davon betroffen sein.

Welche Warzenarten gibt es?

Häufig vorkommende Warzenarten sind:

Gemeine Warzen (Verrucae vulgares)

Gemeine Warzen – auch als vulgäre Warzen, Haut- oder Stachelwarzen bezeichnet – stellen die häufigste Art der Viruswarzen dar. Sie sind stecknadelkopf- bis erbsengroß und treten manchmal einzeln, oft jedoch in größerer Anzahl auf. Mit zunehmendem Wachstum verhornt sich die anfangs noch glatte Oberfläche und die hautfarbene Wucherung nimmt allmählich eine schmutzig-gelbe Farbe an. Eine Sonderform der gemeinen Warzen stellen die sogenannten Pinselwarzen (Verrucae filiformes) dar, die durch einen langen, fadenförmigen Stiel gekennzeichnet sind.

Dornwarzen (Verrucae plantares)

Eine Dornwarze, auch unter den Begriffen Stechwarze und Plantarwarze bekannt, ist eine flache Hautwucherung, die nach innen gedrückt ist. In der Regel befindet sich diese Warze an der Fußsohle. Dadurch drückt das auf die Warze lastende Körpergewicht diese nach innen in die Unterhaut. Betroffene klagen häufig über Schmerzen beim Gehen.

Flachwarzen (Verrucae planae juveniles)

Sind Gesicht oder Hände von wenig erhabenen Warzen befallen, handelt es sich am ehesten um Flachwarzen. Da am häufigsten Kinder und Jugendliche von dieser Warzenart betroffen sind, sprechen Ärzte auch von juvenilen Warzen. Meist verschwinden Flachwarzen von alleine wieder.

Dellwarzen (Mollusca contagiosa)

Anders als der Name vermuten lässt, sind Dellwarzen keine echten Warzen, da hierfür nicht das humane Papillomvirus, sondern das Molluscum-contagiosum-Virus, ursächlich ist.
Dellwarzen treten häufig in Gruppen auf und enthalten in ihrem Inneren ein infektiöses Sekret, durch dessen Berührung eine Schmierinfektion möglich ist. Bei Erwachsenen ist oftmals die Genitalregion befallen. Bei Kindern hingegen sind häufig auch andere Körperstellen betroffen.

Alterswarzen (Seborrhoische Keratose)

Alterswarzen oder auch senile Warzen genannt, zählen ebenfalls nicht zu den echten Warzen. Zwar ist die genaue Ursache unbekannt, Mediziner schließen jedoch eine Infektion mit Viren aus, wodurch diese Warzen nicht ansteckend sind. Namensgebend ist das Auftreten im höheren Lebensalter an verschiedenen Körperstellen. Sie sind in der Regel harmlos und rufen keine Beschwerden hervor.

Stielwarzen (Fibrome)

Auch die sogenannten Stielwarzen sind keine echten Warzen, sondern weiche, gutartige Wucherungen bestimmter Hautzellen, weshalb medizinische Experten auch von weichen Fibromen sprechen. Sie stellen sich als kleine, gestielte hautfarbene Hautanhängsel dar.
Mediziner vermuten hierbei eine genetische Veranlagung, da eine familiäre Häufung bekannt ist. Die genaue Ursache ist bislang nicht bekannt. Stielwarzen sind ebenso harmlos und nicht ansteckend.

Welche Behandlungsarten gibt es?

Welche Behandlung zur Warzenentfernung Mediziner einsetzen, hängt unter anderem von dem jeweiligen Warzentyp, der Warzenanzahl und der betroffenen Körperstelle ab. Bevor operative Maßnahmen zur Anwendung kommen, erfolgt in der Regel eine medikamentöse Therapie.

Verätzung

Eine effektive Methode ist die Behandlung mit Ameisensäure. Der in der Lösung enthaltene Wirkstoff dringt sofort in die Warze ein und trocknet diese von innen aus, wodurch Dein Körper die Warze nach kurzer Zeit abstoßen kann. Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass Du das entsprechende Mittel nur einmal pro Woche auftragen musst.

Aufweichung der Hornschicht (Keratolyse)

Andere Lösungen, die Milchsäure oder Acetylsalicylsäure enthalten, führen zu einer Aufweichung der Hornschicht der Haut, was Spezialisten als Keratolyse bezeichnen. In der Folge ist eine Abtragung der Warze mit einer Feile möglich.

 

Vereisung (Kryotherapie)

Die Vereisung (Kryotherapie) stellt eine weitere Therapiemöglichkeit, von vor allem oberflächlich sitzenden Warzen, dar. Diese Behandlung ist sowohl vom Hautarzt durch Flüssigstickstoff als auch von Dir selbst mittels Präparaten, die Dimethylether und Propangas enthalten, durchführbar. Durch die sehr niedrigen Temperaturen kommt es zur Schädigung von Hautzellen und zur Unterbrechung der Blutversorgung der Warze, wodurch das behandelte Gewebe abstirbt. Oftmals sind mehrere Behandlungen erforderlich und Du musst mit Schmerzen während der Vereisung rechnen.

Chirurgische Verfahren

Durch spezielle Laserstrahlen können Ärzte das Warzengewebe und die versorgenden Blutgefäße zerstören, sodass es in der Folge zur Rückbildung der Warze kommt.
Besonders Alterswarzen lassen sich durch diese Methode gut entfernen, wobei mehrere Sitzungen im Abstand von zwei bis drei Wochen nötig sind. Die Nachteile bestehen hinsichtlich der relativ hohen Kosten und der mit der Behandlung verbundenen Anwendung von Lokalanästhesie. Die direkte Abtragung der Warze mit einem Skalpell ist auch möglich, kommt aber nur noch selten zum Einsatz, da häufig mit Viren befallene Hautzellen zurückbleiben und dadurch Neubildungen von Warzen auftreten können. Hierbei ist ebenso eine lokale Betäubung notwendig.

Homöopathische Verfahren

Verschiedene Pflanzen- und Naturstoffe, wie Teebaumöl, Schüsslersalz oder Schöllkraut, können sich positiv auf den Heilungsprozess auswirken und unterstützend zu den bereits genannten Therapiemöglichkeiten zum Einsatz kommen.

Zytostatika

Bei Warzen, die auf gebräuchliche Heilverfahren nicht ansprechen, können Hautärzte in diese sogenannte Zytostatika, beispielsweise 5-Fluoruracil, injizieren. Zytostatika sind „Zellgifte“, die verhindern, dass sich die mit Viren befallenen Hautzellen teilen, wodurch sie absterben.

Anregung des Immunsystems

Unter Umständen setzen Mediziner Wirkstoffe ein, wie zum Beispiel Imiquimod, die beim Auftragen auf die Warze eine Entzündungsreaktion hervorrufen, die das körpereigene Immunsystem dazu stimuliert, die Viren zu bekämpfen. Da dieses Heilverfahren sehr langwierig sein kann und in Studien schlechtere Ergebnisse erzielt hat als herkömmliche Behandlungen, sind andere Therapieansätze zu bevorzugen.

Kann ich Warzen vorbeugen?

Gänzlich vermeiden lässt sich eine Infektion mit dem Erreger nicht. Dennoch kannst Du durch bestimmte Vorsichtsmaßnahmen das Ansteckungsrisiko stark vermindern. In Schwimmbädern, Saunen oder Duschräumen solltest Du nicht barfuß gehen, sondern Badeschuhe verwenden. Achte nach dem Baden des Weiteren darauf, Deine Finger- und Zehenzwischenräume gründlich zu trocknen. Durch Eincremen Deiner Füße kannst Du zusätzlich das Ansteckungsrisiko vermindern.Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung helfen dabei, Dein Immunsystem zu unterstützen.

Gegen bestimmte Varianten des humanen Papillomavirus stellt eine Impfung eine weitere vorbeugende Maßnahme dar. Dadurch ist eine Reduzierung des Risikos für Gebärmutterhalskrebs und andere Krebsarten sowie für Feigwarzen möglich. Mediziner empfehlen die Impfung für Mädchen und Jungen im Alter zwischen neun und vierzehn Jahren, die noch keinen Geschlechtsverkehr hatten.

Leidest Du bereits unter Warzen, solltest Du nicht an diesen kratzen, um ein Ausbreitung der Viren zu verhindern. Nach direktem Hautkontakt mit der Warze, beispielsweise beim Auftragen von Arzneimitteln, empfehlen wir Dir Hände und Gegenstände danach zu desinfizieren. Benutze ebenfalls keine Handtücher oder Waschlappen gemeinsam mit anderen Personen, um diese nicht anzustecken.

 

Was Kostet die Entfernung und übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Soll eine Warzenentfernung aus rein kosmetischen Gründen erfolgen, finanzieren die Krankenkasse diese in der Regel nicht. Führt die Warze aufgrund ihrer Position jedoch zu Beschwerden, zum Beispiel am Fuß beim Gehen, oder besteht das Risiko einer Zellentartung, tragen die Krankenkassen meist die anfallenden Kosten.

Bei einer Laserbehandlung musst Du mit Kosten in Höhe von ungefähr 70 Euro rechnen.
Die Kryotherapie und die direkte Abtragung der Warze mit einem Skalpell bewegen sich ebenso in etwa in diesem Preissegment.

Alle wichtigen Informationen zusammengefasst

  • Unter Warzen verstehen Mediziner gutartige Hautwucherungen
  • Meist entstehen Warzen durch humane Papillomaviren, die durch kleine Risse oder Verletzungen in die beschädigte oberste Hautschicht eindringen können
  • Die Übertragung des Virus findet meist von Mensch zu Mensch statt, beispielsweise beim Händedruck oder ungeschützten Geschlechtsverkehr
  • Häufig kommen Warzen an der Hand, am Fuß, im Gesicht und im Genitalbereich vor
  • Gemeine Warze, Dornwarze und Flachwarzen sind nur wenige der unterschiedlichen Warzenarten
  • Vorbeugen lässt sich die Warzenbildung unter anderem durch das Vermeiden von Barfußlaufen in Schwimmbädern oder Saunen. Trockne Deine Zehen- und Fingerzwischenräume nach dem Baden immer gut ab
  • Lässt Du die Warze aus rein kosmetischen Gründen entfernen, dann musst Du für die Kosten selbst aufkommen. Handelt es sich um einen medizinischen Grund, dann zahlen die Krankenkassen

 

Wie finde ich den richtigen Arzt?

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Quellen

https://www.beobachter.ch/gesundheit/medizin-krankheit/viren-warts-ab-warze

https://www.hautinfo.at/artikel/wissenswertes/warzen/warzen-richtig-behandeln.html

https://www.onmeda.de/krankheiten/dornwarzen.html

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Plötzlich sind sie da: Kleine Hautwucherungen. Vor allem Hände und Füße sind oftmals von der Virusinfektion, welche sich als Warze bemerkbar macht, betroffen. Zwar handelt es sich hierbei um eine harmlose Hautveränderung, trotzdem kann sie Beschwerden verursachen. Gerade an der Fußsohle kann sich ein Warze als sehr unangenehm herausstellen. Viele Betroffene stören sich ebenfalls aus ästhetischen Gründen an den Hautwucherungen und möchten diese beseitigen.