Facelift - Jetzt alle Informationen erfahren

Verlorenes Volumen, abgesunkene Haut und tiefe Falten: Das sind nur ein paar Alterungsmerkmale, welche die Zeit in unserem Gesicht hinterlässt. Doch dank der modernen Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgie können Ärzte die Spuren der Zeit mittlerweile gut behandeln. So kann beispielsweise ein modernes Facelift dem gealterten Gesicht ein jüngeres und frischeres Aussehen verleihen.

Dauer

3-5 Stunden

Ausfallzeit

10 Tage

Stationär

2-3 Nächte

Was ist ein Facelift?

Bei einem Facelifting handelt es sich um einen operativen Eingriff, bei dem der Arzt das abgesunkene Gesichtsgewebe sowie gealterte Gesichtshaut wieder strafft und in Position bringt. Moderne Methoden der Gesichtsstraffung ermöglichen es betroffenen Patienten wieder mehr Volumen ins Gesicht zurückzubringen und dadurch wieder jünger und frischer auszusehen. Hierfür nutzen Spezialisten beispielsweise Eigenfett oder Hyaluronsäure.

 

Photo by Thomas Hafeneth on Unsplash

Wann macht ein Facelift Sinn?

Grundsätzlich ist eine Gesichtsstraffung für Menschen mit einem guten allgemeinen Gesundheitszustand sinnvoll, bei denen konservative Maßnahmen zur Gesichtsverjüngung keine Erfolge zeigen.

Anzeichen, dass ein Facelifting bei Dir sinnvoll sein könnte, sind:

    • Du hast das Gefühl, dass Dein Gesicht zu hängen beginnt
    • Dein älteres Aussehen schmälert Dein Selbstbewusstsein
    • Dein Gesicht zeigt zwar erste Altersspuren, aber Deine Haut ist noch elastisch

Wann ist eine Gesichtsstraffung nicht sinnvoll?

Auf ein Facelift solltest Du verzichten, wenn Du in einem schlechten allgemeinen Gesundheitszustand bist oder Vorerkrankungen bestehen. Darüber hinaus gibt es verschiedene Risikofaktoren, welche das Ergebnis verschlechtern und die Heilung erschweren. Zu den häufigsten negativen Einflussfaktoren zählen starkes Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum sowie Allergien. In jedem Fall solltest Du vor einer entsprechenden Behandlung ein ausführliches Beratungsgespräch bei Deinem Arzt des Vertrauens führen.

Was muss ich vor einem Facelifting beachten?

Vor dem eigentlichen Eingriff führt der behandelnde Mediziner ein umfangreiches Beratungsgespräch mit Dir, in dem er den Eingriff gemeinsam mit Dir im Detail durchgeht. Dabei wird er bei Dir auch einer Voruntersuchung durchführen, um mögliche Vorerkrankungen oder andere Risikofaktoren festzustellen. Hierfür erstellt der Arzt unter Umständen auch ein Blutbild, ein EKG oder prüft die Lungenfunktionen. Bei der Anamnese, wie die Voruntersuchung auch genannt wird, solltest Du unbedingt ehrlich sein und nichts verschweigen, um möglichen Komplikationen entgegenzuwirken.

Rund 14 Tage vor Deinem Facelifting solltest Du blutverdünnende Medikamente absetzen. Dazu zählen unter anderem: Aspirin, ASS, Thrombo ASS, Plavix oder Marcoumar. Solltest Du gewisse Arzneimittel benötigen, besprich dies unbedingt mit Deinem Arzt, er kann Dir gegebenenfalls andere Medikamente verschreiben. Versuche ebenfalls Nikotin und Alkohol vor der Operation zu reduzieren, da es sonst zu Problemen bei der Wundheilung kommen kann.

Wenn der Eingriff unter Vollnarkose stattfindet, solltest Du sechs Stunden davor nichts mehr essen. Du kannst ungesüßten Tee und Wasser aber noch bis zwei Stunden vor der Operation ohne Bedenken trinken. Kurz vor der Operation solltest Du Wasser nur noch in kleinen Mengen trinken.

Wie läuft ein Facelifting ab?

Grundsätzlich hängt der Umfang und die Methode des Eingriffs immer von der Ausgangssituation ab. Das bedeutet, je nachdem wie stark die Alterserscheinungen ausgeprägt sind, können verschiedene Schnitttechniken zum Einsatz kommen. Die Gesichtsstraffung an sich dauert circa drei bis fünf Stunden und ist sowohl mit einer örtlichen Narkose als auch mit einer Vollnarkose möglich. Der Anästhesist stimmt die Medikation dabei immer individuell auf Dich und Deinen Gesundheitszustand ab.

Spezialisten können verschiedene Methoden für ein Facelift anwenden. Zu den gängigsten zählen unter anderem das S-Lift, S-MACS, X-MACS, SMAS-Lift, Mini-Lift oder Composite-Facelift. Ein seriöser Arzt wird die Behandlung immer individuell auf Dich Abstimmen und mit dir die Vor- und Nachteile besprechen. Bei der Auswahl der richtigen Operationstechnik solltest Du darauf achten, dass Dein Arzt die Gesichtsstraffung unter Einbeziehung des Superficial Muscular Aponeurotic System (SMAS) durchführt. Dabei handelt es sich um die unter der Haut liegende Stützstruktur, die unter anderem für die richtigen Proportionen und Gesichtszüge verantwortlich ist.

Bei einem klassischen Facelifting setzt der Chirurg den Schnitt an der Schläfe im Haaransatz, welche bis zum Ohr hinunter reicht sowie hinter den Ohren, welcher bis in den Nacken geht. Anschließend kann der Arzt die Haut anheben und zur Seite und nach oben zurückziehen. Im nächsten Schritt löst er die Haut von der Muskulatur ab und versetzt es nach oben. Abschließend entfernt der Chirurg das überschüssige Gewebe und vernäht die Wunden.

Wenn das ganze Gesicht bereits von einem starken Alterungsprozess betroffen ist, so kann das Superextended Facelift eine mögliche Behandlung sein. Dabei kann sowohl das Gesicht als auch der Hals miteinbezogen werden. Der große Vorteil des Superextended Facelifts ist, dass alle betroffenen Regionen behandelt werden können und so ein harmonisches Resultat entstehen kann.

Ein Mini-Facelifting eignet sich beispielsweise für Patienten, bei denen die Haut noch nicht stark erschlafft ist und nur leichte Zeichen der Hautalterung sichtbar sind. Diese Methode unterscheidet sich von einem klassischen Facelifting in mehreren Punkten. Zum einen fallen die vom Arzt gesetzten Schnitte wesentlich kleiner aus, wodurch die Wundheilung auch schneller ist. Schnitte am Hinterkopf fallen bei dem Mini-Facelifting komplett weg, dadurch kann der Chirurg aber nur eine begrenzte Menge an Hautüberschuss entfernen. Außerdem strafft er bei dieser Art des Faceliftings nur die Wangen und den Kinnbereich. Die Schnitte setzt er in den natürlichen Hautfalte des Ohres und reichen dann bis in den Haaransatz knapp unter der Schläfe.

Neben dem Mini-Facelift gibt es auch noch die Möglichkeit des Deep Plane Facelifts. Dabei muss er die Haut nicht vom SMAS trennen und präpariert nur die darunterliegende Gewebsschicht. Das Risiko, dass sich oberflächliche Narben bilden, verringert sich bei dieser Methode. Zudem bleibt auch Deine natürliche Mimik erhalten.

Egal welche Methode Dein Chirurg anwendet, grundsätzlich ist er natürlich bemüht, die Schnitte so zu setzen, dass dadurch entstehende Narben kaum auffallen. Nach dem Facelift musst Du in der Regel eine Nacht zur Beobachtung in der Klinik übernachten, damit Ärzte bei Komplikationen sofort eingreifen können.

 

Was muss ich nach einem Facelift beachten?

Wie nach jedem operativen Eingriff solltest Du Deinem Körper ausreichend Ruhe und Erholung gönnen, damit der Heilungsprozess möglichst rasch und komplikationslos verläuft. Gerade in den ersten Tagen nach der Operation ist es sehr wichtig, dass Du Dein Gesicht regelmäßig kühlst. Dies reduziert Schwellungen und fördert die Regeneration. Grundsätzlich musst Du nach einem Facelifting mit einer Ausfallzeit von rund zehn Tagen rechnen.

Du solltest nach dem Eingriff für einige Wochen nur auf dem Rücken schlafen. Achte zudem darauf, dass Du keine allzu festen Speisen kaust und versuche in der ersten Woche nach der Operation Lachen und Grimassen schneiden zu unterlassen.

Versuche auch so lange wie möglich auf den Konsum von Alkohol und Nikotin zu verzichten, da dies die Wundheilung negativ beeinflussen kann.

Sobald Dein Arzt den Verband entfernt hat, sollst Du mit Wattestäbchen und speziellen Salben die Wunden regelmäßig säubern und pflegen. Nach etwa 12 bis 14 Tagen musst Du erneut zu Deinem Spezialisten, denn er muss Dir die Fäden entfernen. Außer er hat bei der Operation selbstauflösende Fäden verwendet, dann musst Du natürlich nicht hin. Die Fadenentfernung ist in der Regel nicht schmerzhaft und gut auszuhalten. Solltest Du aber bereits vor dem eigentlichen Termin merken, dass Deine Nähte gut verheilen, kannst Du schon etwas früher zum Arzt und die Fäden entfernen lassen.

Anschließend kannst Du mit der Narbenpflege beginnen. Dazu eignen sich spezielle Narbensalben, -gele oder -pflaster. Sei nicht beunruhigt, wenn Deine Narben zu Beginn etwas gerötet sind, das ist ganz normal und verblasst innerhalb einiger Wochen und Monate komplett. Schütze Deine Narben auch immer vor Sonneneinstrahlung und verwende Cremen mit hohem Lichtschutzfaktor. Du solltest Wärme (Saunabesuche) und Sonne in den ersten drei Monaten nach dem Eingriff generell meiden.

Falls Du Brillenträger bist, darfst Du diese für etwa zwei bis drei Wochen leider nicht aufsetzen, da dies die Narben hinter den Ohren reizen kann. Auch das Tragen von Ohrringen ist in den ersten vier Wochen tabu.

Auch auf Sport musst Du für rund ein bis zwei Monate verzichten. Leichte Übungen kannst Du nach Absprache mit Deinem Arzt bereits nach etwa vier Wochen wieder durchführen.

Wie oft muss ein Facelift wiederholt werden?

Die Ergebnisse einer Gesichtsstraffung halten in der Regel und je nach Lebensstil rund 10 bis 15 Jahre. Grundsätzlich kannst Du ein Facelifting jederzeit wiederholen lassen, wenn die Ergebnisse der Behandlung nachlassen. Viele Ärzte empfehlen allerdings maximal drei bis vier Facelifts durchzuführen, da andernfalls die Mimik unter den Eingriffen leidet und puppenhaft werden kann. Es empfiehlt sich daher, einen möglichst langen Zeitraum zwischen zwei Gesichtsstraffungen vergehen zu lassen.

Wann sieht man die Ergebnisse einer Gesichtsstraffung?

Je nach Art und Umfang des Eingriffes unterscheiden sich die notwendigen Regenerationszeiten nach einer Gesichtsstraffung. Während die Schwellung und Blutergüsse bei größeren Eingriffen bis zu drei Wochen sichtbar sind, bist Du bei Mini-Facelifts häufig schon nach wenigen Tagen wieder gesellschaftsfähig. Grundsätzlich kannst Du Dich nach rund zehn Tage wieder in der Öffentlichkeit zeigen und eventuell vorhandene Rötungen oder Blutergüsse mit Make Up kaschieren. Frage am besten Deinen Behandelnden Arzt nach Tipps, wie Du Dich nach einem Eingriff schminken sollst. Allerdings kann es mehrere Wochen dauern, bis Du das Endresultat begutachten kannst, da der Rückgang von Schwellungen sowie die Narbenheilung eine gewisse Zeit braucht.

 

Ist die Behandlung schmerzfrei?

Direkt nach der Operation können leichte bis mittelstarke Schmerzen auftreten. Dagegen bekommst Du aber Schmerzmittel verabreicht, welche rasch Linderung bringen. Du wirst in den Tagen und Wochen nach dem Eingriff vermehrt ein Spannungsgefühl wahrnehmen, dies sollte aber im Laufe der Zeit gänzlich abklingen.

Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es bei einem Facelift?

Wie bei jedem operativen Eingriff ist auch bei dem Facelift mit gewissen Risiken und Komplikationen zu rechnen. Schwellungen und Hämatome sind nach einem solchen Eingriff normal, verschwinden aber in den kommenden Wochen wieder gänzlich. Auch das bereits erwähnte Spannungsgefühl kann für einige Zeit anhalten, sollte aber nach einigen Wochen komplett verschwinden. In sehr seltenen Fällen können während dem Eingriff Nerven verletzt worden sein, dies kann zu einem Taubheitsgefühl führen. Allerdings können sich die geschädigten Nerven innerhalb einiger Wochen wieder komplett regenerieren.

Wie viel kostet ein Facelift?

Die Kosten für ein Facelift setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen. Zum einen fallen Kosten für das Beratungsgespräch und die Nachuntersuchungen sowie Kontrolltermine an. Da es sich um einen operativen Eingriff handelt, muss ein Operationssaal und medizinische Personal gebucht werden. Auch Deine Übernachtung in der Klinik muss in den Kosten berücksichtigt werden. Zudem ist entscheidend, wie die Ausgangssituation ist und wie groß der Aufwand ist. Ein Facelifting kann von 3.500 bis 11.000 Euro kosten.

Sollte der Eingriff mit anderen Operationen kombiniert werden, beispielsweise mit einer Oberlidstraffung, erhöhen sich die Kosten dementsprechend.

Das wichtigste zum Facelifting noch einmal kurz zusammengefasst:

      • Das Facelifting ist ein operativer Eingriff, bei dem der Arzt überschüssige Haut im Gesicht entfernt.
      • Der Eingriff dauert meist zwischen zwei und fünf Stunden, was von der Ausgangssituation und dem gewünschten Endresultat abhängt. Meist wird das Facelifting unter Vollnarkose durchgeführt.
      • Schwellungen, blaue Flecken und Spannungsgefühle sind normal nach einem Facelifting, verschwinden aber innerhalb einiger Wochen wieder
      • Du musst nach einem Facelifting mit einer Ausfallzeit von circa zehn Tagen rechnen.
      • Die Kosten für ein Facelifting liegen zwischen 3.500 und 11.000 Euro

Wie finde ich den richtigen Arzt?

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