Ohren Anlegen - Jetzt alle Informationen erfahren

Die Korrektur von abstehenden Ohren, besser bekannt als Segelohren, zählt zu den häufigsten Eingriffen im Bereich der Otoplastik. Meist wird der Eingriff bereits im Kindesalter durchgeführt, um Hänseleien in der Schule zu vermeiden.

Dauer

1 - 2 Stunden

Ausfallzeit

14 Tage

Stationär

nicht notwendig

Welche Gründe gibt es für das Anlegen der Ohren?

Die sogenannten Segelohren treten bei etwa fünf Prozent der Weltbevölkerung auf. Die meisten Patienten entscheiden sich für einen Eingriff, da sie unter ihrem Erscheinungsbild extrem leiden. Die abstehenden Ohren stellen für sie eine große Belastung dar und sie fühlen sich in ihrer Lebensqualität häufig eingeschränkt. Bei Kindern kommen meist Hänseleien durch andere Kinder hinzu. Ein weiterer Grund für eine Ohrenkorrektur kann ebenfalls sein, dass durch einen Unfall das Ohr in Mitleidenschaft gezogen wurde und nun eine Korrektur notwendig ist. Das Fehlen der Anthelixfalte (Außenrand) am Ohr ist für viele Betroffene auch ein Grund, sich für einen operativen Eingriff zu entscheiden.

Was passiert beim Ohren anlegen?

Bei dem Eingriff legt der Arzt die abstehenden Ohren näher an den Kopf des Patienten an, wodurch dieser ein neues Erscheinungsbild erhält. Die Operation erfolgt meist ambulant und unter örtlicher Betäubung. Bei jüngeren Patienten setzen Ärzte hingegen oftmals auf eine Vollnarkose, da Kinder eher dazu neigen sich vermehrt während der Operation zu bewegen. Die Operation dauert etwa eine bis zwei Stunden. Arbeits- und gesellschaftsfähig bist Du nach etwa zwei Wochen wieder.

Für wen ist eine Ohrenkorrektur geeignet?

Prinzipiell kommt eine Korrektur der Ohren für jede Person infrage, welche unter abstehenden, asymmetrischen oder verformten Ohren leidet. Nicht nur bei Erwachsenen ist ein Eingriff möglich, sondern auch bei Kindern und das schon ab dem sechsten Lebensjahr. Ein Eingriff bei jungen Menschen ist nicht unüblich, da diese oftmals durch ihr Umfeld in Schule oder Kindergarten Spötteleien ausgesetzt sind. Allerdings operieren Mediziner keine Kinder unter sechs Jahren, da das Ohrwachstum bis dahin noch nicht abgeschlossen und der Ohrknorpel zu dünn ist.

Was passiert vor dem Ohren anlegen?

Da jedes Ohr eine individuelle Form besitzt, also von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist, muss der Arzt auch die Methode auf jeden Patienten individuell angepassen. daher setzt Du dich vor der Operation mit dem behandelnden Arzt zusammen. Während dem Beratungsgespräch begutachtet der Experte Deine Ohren und entscheidet, welche Operationstechnik die geeignetste für Dich ist. Ihr besprecht das gewünschte Ergebnis und er klärt Dich über die Risiken auf, welche bei jeder Operation bestehen. Für den Fall, dass Du die Operation unter Vollnarkose durchführen lassen möchtest, hast Du noch ein Gespräch mit dem Narkosearzt. Dieser untersucht Dich und stellt sicher, dass Du die Narkose gut verträgst. Auch er klärt Dich noch einmal über die Risiken auf. Erst wenn der Anästhesist grünes Licht gibt, steht dem Eingriff nichts mehr im Wege. Falls Du Fragen haben solltest, dann stelle sie auf jeden Fall! Der für Dich zuständige Experte geht auf diese ein und beantwortet sie Dir alle, so dass Du zum Schluss mit einem sicheren Gefühl die Praxis verlässt.

Was muss ich vor dem Eingriff beachten?

Nachdem Du Dein Beratungsgespräch mit dem behandelnden Arzt hattest, musst Du ein paar Dinge beachten, bevor die Operation stattfinden kann. Etwa 14 Tage vor dem Eingriff solltest Du auf Medikamente verzichten, welche Acetysalicylsäure enthalten. Das sind beispielsweise Arzneimittel wie Aspirin, oder Mittel, welche zur Blutverdünnung dienen. Auf Genussmittel wie Alkohol oder Nikotin solltest Du ebenfalls verzichten. Nikotin vermindert nämlich die Durchblutung Deiner Organe. Eine Verzögerung der Wundheilung kann die Folge sein. Wenn Du normalerweise Schlafmittel zu Dir nimmst, dann lasse auch diese bitte etwa zwei Wochen vor der Operation weg oder besprich das weitere vorgehen mit Deinem Arzt oder Narkosespezialisten.

Welche Methoden zur Korrektur der Segelohren gibt es?

Um eine Korrektur der abstehenden Ohren zu erreichen gibt es verschiedene Verfahren. So kann der Chirurg beispielsweise die Ohren mit Hilfe eines Skalpells modellieren. Wenn Du lieber auf einen größeren operativen Eingriff verzichten möchtest, dann wäre eventuell die minimal-invasive Fadenmethode für Dich interessant. Der Arzt begutachtet am Anfang erst einmal Deine Ohren und macht sich ein Bild davon, welche Operationsmethode die für Dich geeignetste ist. Wir erklären Dir die Unterschiede und auch, wie diese jeweils ablaufen.

Fadenmethode:

Die Fadenmethode ist ein minimal-invasiver Eingriff. Das bedeutet, dass es sich nur um eine kleine Operation handelt, welche der Arzt ambulant und unter einer örtlichen Betäubung durchführt. Für die Ohrenkorrektur liegst Du auf dem Rücken und Dein Kopf ist dabei leicht erhöht. Der Chirurg desinfiziert Dein Gesicht und den Haaransatz. Anschließend dreht er Deinen Kopf zu Seite. Im nächsten Schritt setzt er hinter Deinem Ohr einen Schnitt, entfernt einen Streifen der Haut und legt somit den Knorpel frei. Mit Hilfe eines Diamantschleifkopfs einer Feile oder einem speziellen Instrument dünnt der Arzt den Ohrknorpel aus. Der Chirurg biegt diesen in die neue Form, wodurch Dein Ohr die von Dir gewünschte Position erhält. Damit das Ohr anschließend in seiner neuen Position verbleibt, befestigt der Experte den Knorpel mit durchsichtigen Fäden und näht den Schnitt zum Schluss wieder zu.

Modellierung des Ohrknorpels am Beispiel des Skalpell:

Der Arzt schneidet den Ohrknorpel an einer geeigneten Stelle ein, dünnt den Knorpel aus oder trennt den Außenrand des Ohres (Helix) und die Ohrmuschel vollständig voneinander. Im nächsten Schritt positioniert der Chirurg die Helix in einem individuell abgestimmten Winkel hinter der Ohrmuschel und schmälert diese bei Bedarf. Falls eine Korrektur des Ohrknorpels benötigt werden sollte, kann dies ebenfalls während des Eingriffs erfolgen. Durch die Modellierung mit Hilfe des Skalpells, liegen die Anteile der neu geformten Knorpel spannungsfrei aneinander, während es bei der Fadenmethode manchmal zu einem leichten Spannungsgefühl kommen kann.

Welche Komplikationen und Risiken können auftreten?

Selbst wenn es sich beim Anlegen der Ohren um eine vergleichsweise kleine Operation handelt, können auch hier gewisse Risiken und Komplikationen auftreten. Schwellungen an und um die Ohren herum sind nach dem Eingriff normal und auch bei Schmerzempfindlichkeiten musst Du Dir keine Gedanken machen. Die Schmerzen können sogar bis zu einem Jahr anhalten. Allerdings kann es zu Blutergüssen kommen, welche der Arzt operativ „ausräumen“ muss. Dabei punktiert er das Hämatom und legt eine Drainage, wodurch der Druck vom Gewebe genommen wird. Da die gesetzten Einschnitte die Haut irritieren können, ist es nicht unüblich, dass sie auf Berührungen leicht taub reagiert. Bei der Fadenmethode kann es unter Umständen zu einem leichten Spannungsgefühl kommen. Wichtig ist auf jeden Fall, dass Du alle Nachuntersuchungstermine wahrnimmst. Falls es zu Komplikationen kommen sollte, kann Dein behandelnder Arzt schnell eingreifen.

Was muss ich nach der Operation beachten?

Eine Operation hinterlässt eine Wunde, welche ihre Zeit braucht um abzuheilen. Gönne Deinem Körper die nötige Ruhe. Der Arzt legt Dir nach der beendeten Ohrenkorrektur einen gepolsterten Verband an, welcher die neue Form Deiner Ohren stabilisiert und diese schützt. Den Verband tauschst Du nach einer Woche gegen ein breites und weiches Stirnband aus, welches Du anschließend drei Wochen Tag und Nacht tragen musst. Ab der vierten Woche reicht es, wenn Du das Band nur noch in der Nacht trägst, allerdings ebenfalls für weitere drei Wochen. Die Nähte entfernt der Arzt in der Regel zehn Tage nach dem Eingriff. Was die Körperpflege angeht, bist Du leider etwas eingeschränkt. Deine Haare solltest Du erst eine Woche nach dem Eingriff waschen und das auch nur sehr vorsichtig. Deine Ohren dürfen bis etwa sechs Wochen nach der Operation nicht geknickt werden. Sport, Saunagänge und Schwimmbadbesuche sind nach etwa sechs Wochen wieder möglich. Damit die Wunden der Operation gut verheilen können, solltest Du eine Zeit lang auf Nikotin verzichten.

Wann kann ich das fertige Ergebnis sehen?

Nach der Operation braucht der Körper eine Weile, bis er sich von dem Eingriff erholt hat. Diese Zeit solltest Du ihm auf jeden Fall gönnen. Das bedeutet also, dass Du Geduld brauchst. Das Endergebnis kannst Du nach etwa zwei bis drei Monaten sehen. Das Ergebnis ist dauerhaft.

Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

Für das Anlegen der Ohren musst Du etwa mit 2.900 bis 3.900 Euro rechnen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten des Eingriffs?

Abstehende oder asymmetrische Ohren beeinträchtigen das Hörvermögen nicht. Es handelt sich somit um eine rein kosmetische Operation. Trotzdem übernehmen die Krankenkassen für Kinder die Kosten eines Eingriffes, damit die Segelohren keine Grundlage für Hänseleien und Mobbing darstellen. Allerdings ist es von Krankenkasse zu Krankenkasse unterschiedlich, bis zu welchem Alter sie die Kosten übernimmt. Manche zahlen nur bis zum zehnten, andere wiederum bis zum sechzehnten Lebensjahr. Am besten fragst Du bei Deiner Krankenkasse nach. Anders sieht es bei Erwachsenen aus. In so gut wie allen Fällen übernehmen die Krankenkassen die Kosten nicht, auch wenn eine psychische Erkrankung das Ergebnis der abstehenden Ohren ist. Nur ganz selten lenkt die Krankenkasse ein.

Das Wichtigste zum Thema Ohren anlgen kurz zusammengefasst:

  • Das Anlegen der Ohren ist ein weit verbreiteter Eingriff
  • Es können schon Kinder ab sechs Jahren operiert werden
  • Segelohren können entweder mit Hilfe des Skalpells, einer Feile, einem Diamantschleifer oder durch die Fadenmethode angelegt werden
  • Die OP dauert in der Regel ein bis zwei Stunden, erfolgt ambulant und durch eine örtliche Betäubung
  • Nach dem Eingriff darfst Du erst nach einer Woche die Haare waschen und musst ca. sechs Wochen ein breites Stirnband tragen
  • Die Kosten belaufen sich auf etwa 2.900 bis 3.900 Euro
  • Die Krankenkasse übernimmt die Kosten in der Regel nur bei Kindern und Jugendlichen

Wie finde ich den richtigen Arzt?

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