Ganglion: Alle Infos dazu findest Du bei uns! - MOOCI

Ganglion - Jetzt alle Informationen erfahren

Plötzlich ist er da: Ein kleiner Hubbel am Handgelenk, am Fuß oder am Knie. Mal ist diese Erhebung größer mal kleiner und manchmal verschwindet sie genauso plötzlich, wie sie aufgetaucht ist. Hierbei handelt es sich höchstwahrscheinlich um ein Ganglion. Das Ganglion kann Schmerzen verursachen, aber in vielen Fällen wird der Knubbel von keinen negativen Folgen begleitet. Alle weiteren wichtigen Informationen rund um das Ganglion erfährst Du bei uns!

Dauer

15-30 Minuten

Ausfallzeit

2-4 Wochen

Stationär

Nicht notwendig
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Was versteht die Medizin darunter?

Unter einem Ganglion, auch Überbein genannt, versteht die Medizin einen gutartigen Tumor, welcher meist ganz plötzlich auftaucht. Das Ganglion hat eine Kapsel, welche mit einer Flüssigkeit gefüllt ist. Diese Flüssigkeit gelangt durch einen Stil, welcher mit einer Gelenkkapsel oder mit einer Sehnenscheide verbunden ist, in das Ganglion. 
Das Weichteilgeschwulst muss nicht zwingend einen Nachteil für die betroffene Person darstellen, kann allerdings zu Schmerzen und somit zu einer Einschränkung der Lebensqualität führen.

 

Was sind die Ursachen?

Die genauen Ursachen sind bis heute nicht geklärt. Die Medizin geht davon aus, dass eine Bindegewebsschwäche als Grund infrage kommt. Meist jedoch liegt bei den betroffenen Personen schon eine Verletzung oder eine Reizung durch eine Grunderkrankung vor. So kann beispielsweise eine Arthrose der Auslöser sein. In diesem Fall ist es wichtig, die Grunderkrankung zu behandeln. Häufig entsteht ein Ganglion auch aufgrund einer Überlastung, wie beispielsweise nach einer Sehnenscheidenentzündung.

Wie sehen die Symptome aus?

Ein Ganglion taucht meist ganz plötzlich auf und macht sich als Hubbel bemerkbar, welcher hart, aber auch weich sein kann und sich teilweise unter der Haut etwas verschieben lässt. Oftmals wächst das Überbein, da es sich immer weiter mit Gelenkflüssigkeit füllt. In einigen Fällen kann es jedoch auch gleich groß bleiben, kleiner werden oder sogar wieder ganz verschwinden. Ganglien sind von einer Bindegewebshülle umgeben, in welcher sich die Flüssigkeit ansammelt, welche einen gelatineartigen Zustand besitzt. Der Durchmesser eines Überbeins kann mehrere Zentimeter annehmen. Allerdings wachsen Ganglien in der Realität nur selten über einen Durchmesser von zwei Zentimetern hinaus. Obwohl sie nicht gefährlich sind, empfinden viele der Betroffenen Ganglien als unansehnlich, vor allem wenn sie sich deutlich abheben.

Wie wird das Ganglion diagnostiziert?

Die Diagnose kann der Arzt in den meisten Fällen recht schnell stellen, da die Symptome in der Regel eindeutig sind. Der Arzt wird sich die Stelle, an welcher sich Deine Beschwerden befinden jedoch ganz genau anschauen und Dir zudem Fragen stellen, sodass er andere Krankheiten ausschließen kann. Falls sich die Diagnose schwieriger gestalten sollte, dann ist es möglich, mittels Ultraschall oder MRT restliche Zweifel aus dem Weg zu räumen. Allerdings kommen diese Methoden meist nur dann zum Einsatz, wenn das Ganglion ohne weitere Symptome auftritt, oder wenn es sich um ein Mikroganglion handelt. Hier kann der Arzt gegebenenfalls auch eine Aspiration durchführen. Dabei saugt er Flüssigkeit aus dem Ganglion ab und kann diese anschließend untersuchen.

Welche Folge kann ein Ganglion haben?

In den meisten Fällen hat ein Ganglion keine negativen Folgen für den Betroffenen. Liegt es jedoch ungünstig oder schwillt immer weiter an, dann kann es gut sein, dass es zu Schmerzen kommt oder sich die Bewegungsfreiheit einschränkt. Kribbeln oder auch ein Druck- oder Taubheitsgefühl sind keine Seltenheiten. Ist dies der Fall, dann solltest Du auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen und das weitere Vorgehen abklären. Gerade wenn das Ganglion auf eine Sehne oder auf einen Nerv drückt, besteht nämlich die Möglichkeit, dass dadurch Schäden entstehen.

Wo tritt es üblicherweise auf?

Üblicherweise tritt das Ganglion im Bereich der Hände auf, hier überwiegend an der Streckseite der Hand, aber auch im Bereich des Handgelenks. Weitere Bereiche, an welchen sich ein Überbein öfter finden lässt, sind die Knie, am Fußrücken und an den Fingern.

Wer ist davon betroffen?

Generell kann ein Ganglion bei jedem entstehen. Forschungen ergaben allerdings, dass es vor allem bei Personen zwischen 20 und 30 vorkommt. Frauen sind davon etwa dreimal so häufig betroffen wie Männer. Die genauen Gründe hierfür sind noch nicht geklärt, allerdings geht die Wissenschaft davon aus, dass der Grund darin liegt, dass die Handgelenke und Bindegewebe von Frauen meist etwas schwächer und instabiler sind, als die der Männer. In sehr seltenen Fällen können auch schon Kinder von einem Ganglion betroffen sein.

 

Wie kann ich ein Ganglion behandeln?

Nur seltenen ist eine Operation notwendig. Bei der Hälfte der Betroffenen geht das Ganglion sogar von selbst wieder weg, und zwar so plötzlich, wie es entstanden ist. In früheren Zeiten war es normal, mit einer Bibel fest auf das Überbein zu schlagen, um es auf diese Weise zum Platzen zu bringen, daher stammt unter anderem der Begriff „Bibelgeschwulst“. Heutzutage raten Ärzte jedoch einstimmig von solch radikalen Methoden ab!

Falls Dich das Ganglion stört, sei es aus medizinischen oder ästhetischen Gründen, Du aber keinen operativen Eingriff durchführen lassen möchtest, dann gibt es folgende Methoden, ein Überbein zu verkleinern oder es komplett loszuwerden:

Punktieren
Dein Arzt sticht Dir mit einer Hohlnadel in das Ganglion und saugt die angestaute Flüssigkeit langsam ab. Wenn Du Glück hast, dann füllt sich die Blase nicht erneut. Allerdings ist dies nur bei sehr wenigen Patienten der Fall. Sehr oft, nämlich bei etwa der Hälfte der behandelten Personen, kehrt das Ganglion wieder zurück, denn der Stil, durch welchen die Gelenkflüssigkeit in das Überbein gelangt, verbleibt bei dieser Behandlungsmethode. Eine Gefahr ist hier zudem, dass durch die Punktion Keime in die Blase und somit in das Gelenk gelangen können. Aus den genannten Gründen ist die Punktion bei vielen Ärzten nicht die erste Wahl.

Stichelung
Eine weiter, nicht-operative Methode ist die sogenannte „Stichelung“. Hier punktiert der Arzt das Ganglion mehrmals. Anschließend injiziert er ein entzündungshemmendes Medikament, wie beispielsweise Kortison. Allerdings ist auch das Ergebnis dieser Methode meist nicht von Dauer, da in etwa 60% der Fälle das Geschwulst wieder kommt.

Weitere Methoden, um einem Ganglion entgegenzuwirken sind unter anderem die Ruhigstellung des Gelenks, aber auch Kräftigungsübungen der betroffenen Muskulatur. Krankengymnastik kann ebenfalls zum gewünschten Erfolg führen. Es muss jedoch auch hier festgehalten werden, dass das Ganglion sehr häufig wiederkehrt, sobald Du die Gelenke wieder normal belastest. Meist kann nur eine Operation dauerhaft Abhilfe schaffen.

Was passiert vor einer Operation?

Vor einer Operation macht sich der Arzt noch einmal ein ganz genaues Bild von dem Ganglion. Er erklärt Dir zudem den Eingriff und beantwortet Dir alle Fragen, welche bei Dir möglicherweise aufkommen. Solltest Du Dich für eine Operation unter Vollnarkose entscheiden, dann hast Du noch ein zweites Gespräch und zwar mit dem für Dich zuständigen Narkosearzt. Dieser befragt Dich zu Deinem allgemeinen Gesundheitszustand und zu früheren Operationen und Narkosen. Erst wenn der Anästhesist grünes Licht gibt, kann der Eingriff stattfinden.

Was muss ich vor dem Eingriff beachten?

Etwa zwei Wochen vor der Operation solltest Du auf den Konsum von Alkohol und Nikotin verzichten, da diese beiden Stoffe die Wundheilung verzögern. Ebenfalls ist es wichtig, dass Du keine Medikamente zu Dir nimmst, welche sich auf Deine Blutgerinnung auswirken. Dazu gehören beispielsweise Aspirin, Marcoumar, Plavix, ASS und Thrombo ASS. Nimmst Du Schlafmittel zu Dir, dann solltest Du auch diese 14 Tage vor der Operation absetzen. In dem Vorgespräch mit Deinem Arzt ist es wichtig, dass Du alle Medikamente angibst, welche Du zu Dir nimmst, denn so kann er Dir gegebenenfalls alternative Medikamente verschreiben.

 

Wie genau verläuft der Eingriff?

Der Eingriff findet in der Regel unter lokaler Betäubung und ambulant statt. Der Spezialist setzt an der zu behandelnden Stelle einen Hautschnitt und legt so das Ganglion frei. Auf diese Weise kann er im nächsten Schritt die mit der Gelenkflüssigkeit gefüllten Blase entfernen. Der große Vorteil gegenüber der nicht-operativen Methoden ist, dass der Arzt hierbei auch den Stil mit entfernt, durch welchen die Flüssigkeit in das Überbein gelangt. Dadurch minimiert sich die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Auftretens sehr stark. Doch auch hier gibt es keine Garantie, dass das Überbein nicht erneut entsteht. Bei etwa 5-10% kommt es auch nach der Operation an derselben Stelle wieder zu einem Ganglion.

Welche verschiedenen Techniken/ Methoden gibt es?

Befindet sich das Überbein an der Streckseite der Hand, dann ist es möglich, eine arthroskopische Entfernung durchzuführen. Hierbei setzt der Arzt mehrere kleine Schnitte und entfernt den Stil des Überbeins und einen Teil der Wand. Auf diese Weise kann die angestaute Flüssigkeit abfließen und das Ganglion verschwindet.

Was muss ich nach der Behandlung beachten?

Nach der Behandlung legt Dir der Arzt einen speziellen Verband an, welcher Dir ermöglicht, den operierten Körperteil gleich wieder zu bewegen. Früher war es die Regel, dass der Patient sich vor allem schonen sollte, heutzutage ist dies jedoch eher die Ausnahme. Fängst Du nach dem Eingriff nicht baldmöglichst mit leichten Bewegungsübungen an, dann besteht die Gefahr, dass sich die Sehnen verkleben und es zu einer Bewegungseinschränkung kommt. Natürlich solltest Du aber keine Übungen durchführen, welche den behandelten Körperteil zu stark beanspruchen. Um Schwellungen schneller abklingen zu lassen und auch den Schmerzen etwas entgegenzuwirken, kannst Du die Übungen auch in einem Gefäß mit kaltem oder lauwarmen Wasser durchführen.

Nach etwa 10-14 Tagen zieht Dir Dein Arzt die Fäden. Fünf Tage, nachdem die Fäden gezogen wurden, solltest Du mit der Narbenpflege beginnen. Hierfür reibst Du die Stelle am besten vier- bis fünfmal am Tag mit einer Ringelblumensalbe ein. Du kannst auch jede andere fetthaltige Salbe verwenden, allerdings solltest Du darauf achten, dass diese keine reizenden Stoffe enthält. Bis die Narbe ihren endgültigen Zustand erreicht hat, musst Du sehr geduldig sein, denn dies kann bis zu einem Jahr dauern. Je besser Du Deine Narbe pflegst, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie gut verheilt und zum Schluss nicht mehr wirklich sichtbar ist.

Kann ich das Ganglion vorbeugen?

Um die Entstehung von Ganglien vorzubeugen, hilft es, wenn Du Deine Gelenke nicht überanstrengst. Falls Du eine Tätigkeit ausübst, welche gelenkbelastend ist, dann schüttle Deine Hände oder Beine regelmäßig aus. Am besten führst Du zwischendurch immer mal wieder Übungen zur Entspannung und Dehnung aus.

 

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten?

Falls Du Dir das Ganglion aus rein ästhetischen Gründen entfernen lassen möchtest, dann kommt die Krankenkasse für die Kosten nicht auf. Resultieren aus dem Überbein jedoch starke Schmerzen und Bewegungseinschränkungen, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Krankenkasse die Kosten übernimmt. Allerdings solltest Du das davor mit Deinem Versicherungsträger abklären, denn manche Kassen übernehmen nur die Kosten für nicht-operative Behandlungsmethoden. Du kannst Dich auch gerne an unsere Ärzte wenden!

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Alle wichtigen Informationen zusammengefasst

  • Bei einem Ganglion handelt es sich um einen gutartigen Tumor
  • Frauen sind häufiger betroffen. Meist taucht das Ganglion zwischen dem 20. und dem 30. Lebensjahr auf
  • 50% der Überbeine verschwinden von selbst wieder
  • In den meisten Fällen verursachen die Ganglien keine Probleme, es kann jedoch zu Schmerzen kommen, wenn das Überbein auf einem Nerv oder einer Sehne sitzt
  • Falls die konservativen Therapien nicht anschlagen, dann ist eine Operation der letzte aber auch sinnvollste Ausweg, da das Ganglion einfach und schonende entfernt werden kann. Die Behandlung der Grunderkrankung ist genauso wichtig, wie die Therapie des Ganglions selbst
  • Es ist nicht auszuschließen, dass das Ganglion trotz Therapie erneut auftritt
  • Der operative Eingriff passiert normalerweise ambulant und unter lokaler Betäubung
  • Du musst mit einer Ausfallzeit von bis zu vier Wochen rechnen
  • Die Krankenkassen übernehmen meist nur die Kosten einer konservativen Therapie und nicht der operativen Behandlung

Wie finde ich den richtigen Arzt?

Die Suche nach einem Arzt, bei dem Du Dich wirklich wohlfühlst, kann sich als schwierig gestalten. Das Internet bietet Dir eine Fülle an verschiedenen Chirurgen und die richtige Auswahl zu treffen fällt meist schwer. MOOCI hat es sich aus diesem Grund zur Aufgabe gemacht, die besten Ärzte an einem Ort zu vereinen. Bei uns kannst Du schnell und einfach mehrere geprüfte Ärzte kontaktieren. MOOCI möchte Dir die Suche nach dem idealen Spezialisten erleichtern. Schaue am besten gleich jetzt nach, welche Spezialisten sich in Deiner Nähe befinden!

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Quellen

Campus Bad Neustadt

Österreichische Gesellschaft für Handchirurgie

Gesundheit.GV.AT

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