14. Juni: Weltweiter Tag der Blutspende. Rette Leben!
14. Juni: Tag der Blutspende!

Blutspenden rettet Leben, das bekommt man fast täglich auf die eine oder andere Weise mitgeteilt. Ohne, dass wir etwas dafür tun müssen, regeneriert sich unser Blut in kürzester Zeit – im Gegensatz zu allen anderen Organen. Aber wie genau funktioniert eine Blutspende? Wann darf ich spenden und wann nicht? Und überhaupt, was sind eigentlich Blutgruppen? Hier verraten wir Dir alles, was Du über die Blutspende wissen musst.

Was ist der Weltblutspendertag?

Am 14. Juni findet der mittlerweile 16. Weltblutspendertag statt. Seit seiner Gründung 2004 unterstreicht er die Bedeutung des gesellschaftlichen Engagements von Blutspendern. Trotz der vielen Spenden deckt das jährlich gespendete Blut nur ein Prozent des weltweiten Bedarfs von Blutkonserven ab. Übrigens findet der Weltblutspendertag deshalb am 14. Juni statt, weil Karl Landsteiner, der Entdecker der Blutgruppen, an diesem Tag geboren wurde.

Was sollte ich vor einer Blutspende beachten?

Am Tag der Blutspende solltest Du mindestens zwei bis drei Liter trinken, um den Flüssigkeitsmangel auszugleichen. Außerdem ist es wichtig, genug zu essen, um Deinen Körper nicht unnötig zu belasten. Weil fettreiche Nahrung die Qualität des Blutplasmas beeinträchtigt, solltest Du am Tag vor der Spende aber keine Speisen mit allzu viel Fett zu Dir nehmen. Vier Stunden vor Deinem Termin solltest Du aufs Rauchen verzichten. Schließlich solltest Du direkt vor der Blutspende auch sportliche Aktivitäten vermeiden und Deinen Körper stattdessen ein wenig schonen.

Wann darf ich nicht spenden?

Um die Empfänger Deiner Blutspende zu schützen, gibt es einige wenige Ausschlusskriterien. Nach Aufenthalten in tropischen Ländern, in denen Du Dich mit Tropenkrankheit anstecken könntest, musst Du einen bis sechs Monate warten, um wieder Blut spenden zu dürfen. Auch bei einer neuen Tätowierung oder einem Piercing musst Du vier Monate bis zur nächsten Spende warten. Genauso wenig darfst Du mit einer Erkältung zur Blutspende, stattdessen solltest Du Dich auskurieren, bis Du wieder ganz gesund bist. Infektionserkrankungen werden durch die Blutspende übertragen, deshalb sind Erkrankte und Ansteckungsgefährdete von der Blutspende ausgeschlossen. Nach einer Impfung oder Operation musst Du zwischen einem und sechs Monaten vor der nächsten Spende vergehen lassen. Falls Du Medikamente zu Dir nimmst oder chronische Erkrankungen wie Diabetes hast, solltest Du diese mit dem Fachpersonal vor der Spende besprechen.

Wie funktioniert das Spenden von Blut?

Vor der Blutspende musst Du zunächst einen Fragebogen mit genauen Angaben zu Deiner Person, Deinen Erkrankungen und gesundheitlichen Risikofaktoren ausfüllen. Danach sprichst Du mit einer Ärztin oder einem Arzt, der Deine Spendentauglichkeit abklärt. Um den Hämoglobinwert, also den Eisengehalt, Deines Blutes zu messen, nehmen Dir die Mitarbeiter der Spendenzentrale dann einen Tropfen Blut aus der Fingerkuppe ab. Wenn die Voruntersuchungen beendet sind, beginnt die Blutspende: Im Liegen punktiert eine Fachkraft in der Regel in der Armbeuge Deine Vene. Über ein Schlauch-System gelangt Dein Blut dann in mehrere Plastikbeutel. Befinden sich ungefähr 500 ml Blut in den Beuteln, entfernt eine Pflegekraft die Nadel wieder und legt einen Druckverband an, um Blutergüsse an der Punktionsstelle zu vermeiden.

Wie viel Blut darf ich spenden?

Pro Blutspende darfst Du ungefähr 500 ml Blut spenden.

Wie lange dauert die Blutspende?

Normalerweise dauert eine Blutspende nicht mehr als zehn Minuten. Bei Plasma- und Thrombozyten-Spenden kann die Blutabnahme bis zu eineinhalb Stunden dauern.

Wie oft darf ich Blut spenden?

Zwischen zwei Blutspenden müssen mindestens 55 Tage liegen. Insgesamt dürfen Frauen viermal und Männer sechsmal pro Jahr zur Blutspende gehen.

Was muss ich nach der Blutspende beachten?

Direkt nach der Blutspende solltest Du auf große körperliche Anstrengung wie den Besuch von Fitnessstudios und Sauna verzichten. Außerdem ist es wichtig, auch nach der Spende ausreichend Wasser zu trinken.

Was wird mit meinem Blut nach der Spende gemacht?

Nach der Blutspende wird Dein Blut in einem Labor in seine Bestandteile aufgeteilt. Übrig bleiben Konzentrate von roten Blutkörperchen, Blutplättchen, und Blutplasma. Diese Konzentrate lagert die zuständige Spendenzentrale dann bis zu ihrem Gebrauch. Bei der Blutspende wird Dir außerdem noch ein separates Röhrchen abgenommen, das ein Labor auf Infektionserkrankungen wie HIV, Syphilis und Hepatitis testet.

Was ist der Blutspendeausweis und wie bekomme ich diesen?

Der Blutspendeausweis hilft dabei, Dich als Blutspender auszuweisen und vermerkt einige wichtige Daten wie Blutgruppe und Rhesusfaktor. Du musst ihn zu jeder Blutspende mitbringen und bekommst ihn nach der ersten Blutspende per Post.

Wem hilft meine Blutspende?

Deine Blutspende hilft Patienten mit sehr unterschiedlichen Krankheitsbildern: Zu ungefähr gleichen Teilen kommt das gespendete Blut bei der Krebstherapie, Herzerkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen und Unfallopfern zum Einsatz.

Welche Vorteile bringt das Blutspenden mit sich?

Mit Deiner Blutspende kannst Du ganz einfach Leben retten. Im Durchschnitt ist jede dritte Person im Laufe ihres Lebens auf Blutspende-Produkte angewiesen. Außerdem zahlen manche Institutionen eine Aufwandsentschädigung.

Was ist eine Blutgruppe und welche Blutgruppen gibt es?

Blutgruppensysteme teilen Blut aufgrund verschiedener Eigenschaften ein. Am verbreitetsten sind das AB0- und das Rhesusfaktor-System. Beim AB0-System befinden sich Antigene, sozusagen Markierungen, auf den roten Blutkörperchen: Bei Blutgruppe A befindet sich das Antigen A auf den roten Blutkörperchen, bei Blutgruppe B Antigen B und bei Blutgruppe AB dementsprechend beide. Hast Du Blutgruppe 0, so befindet sich kein Antigen auf Deinen roten Blutkörperchen. Zusätzlich schwimmen aber auch sogenannte Antikörper in Deinem Blut umher, die Teil Deines Immunsystems sind und all das markieren, was nicht in Dein Blut gehört.

Wenn Du Blutgruppe A hast, schwimmen also Anti-B-Antikörper in Deinem Blut, bei Blutgruppe B Anti-A-Antikörper, bei Blutgruppe AB keine Antikörper und bei Blutgruppe 0 Antikörper gegen A-und B-Antigene. Das Rhesusfaktorsystem ist noch schneller erklärt: Bei Menschen mit positivem Rhesusfaktor befindet sich noch eine weitere Markierung, das sogenannte Antigen D auf den roten Blutkörperchen. Rhesusfaktor negatives Blut besitzt diese Markierung nicht, bildet aber Antikörper, also eine Immunabwehr, dagegen aus.

Was ist eine Nabelschnurblut-Spende?

In der Nabelschnur und der Plazenta verbleibt nach der Geburt Blut, das reich an Blutstammzellen ist. Diese Zellen können Leukämie erkrankten Menschen das Leben retten. Eine Nabelschnurblut-Spende ist völlig schmerzfrei, aber für viele Menschen auch umstritten. Erkundige Dich bei Deinem Spezialisten, was für Dich der richtige Weg ist.

 

Jetzt kann eigentlich nichts mehr schief gehen vor der ersten Blutspende. So einfach wird man selten zum Lebensretter!