Dein 1x1 der Allergie - MOOCI
Dein 1×1 der Allergie

Endlich ist der Frühling da, doch was für die einen ein Segen ist, ruft bei den anderen beinahe schon Entsetzen hervor, denn Frühlingszeit bedeutet für viele auch Allergiezeit. Allen voran steht der Heuschnupfen. Aber auch eine Reihe anderer Allergien plagen jeden siebten Erwachsenen und sogar jedes vierte Kind. Was genau bei einer Allergie im Körper passiert, wie Du eine Allergie erkennst und was Du gegen sie tun kannst, erfährst Du bei uns.

Der Ursprung der Allergie

Juckreiz, ständiges Niesen oder Ausschlag: Auswirkungen von Allergien gibt es viele, doch wie genau entsteht eine Allergie eigentlich? Nimmt der Körper eine fremde Substanz auf, prüft das Immunsystem dabei stets, ob es sich um einen Krankheitserreger handelt. Manchmal rufen natürlich vorkommende Eiweißkörper, sogenannte Proteine, auf gewissen Stoffen, die Bildung von Abwehrstoffen des Immunsystems hervor. Dabei stellen diese für den Organismus überhaupt keine Bedrohung dar. Das Immunsystem kann also nicht immer zwischen schädlichen und unproblematischen Substanzen unterscheiden. Dieser Prozess wird auch Sensibilisierung genannt. Hat der Körper eine Sensibilisierung gegenüber einem gewissen Stoff entwickelt, führt wiederholter Kontakt zur Freisetzung des Botenstoffs Histamin, der anschließend die typischen allergischen Reaktionen hervorruft. Man spricht somit nun von einer Allergie.
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Es ist bis heute nicht eindeutig bekannt, warum der Körper diese Sensibilisierung entwickeln kann, aber die genetische Veranlagung scheint eine Rolle zu spielen. So sind Kinder von Allergikern im Vergleich zu anderen, öfter selbst von Allergien betroffen. Zusätzlich kann man auch beobachten, dass besonders in Industrieländern vermehrt Allergien auftreten. Das Immunsystem ist in einem besonders sterilen Lebensumfeld weniger Reizen ausgesetzt und wird dadurch auch weniger trainiert, Allergien können sich also leichter entwickeln.

Formen der Allergie

Unabhängig von der auslösenden Substanz unterscheidet man zwischen vier verschiedenen Typen von Allergien. Am häufigsten treten die Soforttyp und Spättyp Allergie auf. Der Unterschied zwischen diesen beiden Formen liegt in der Zeit vom Kontakt bis zum Auftreten der allergischen Reaktion. Rund 90 Prozent aller Allergien zählen zum Typ I, also dem Soforttyp. Darunter fällt auch der bereits erwähnte Heuschnupfen, bekannt auch als Pollenallergie. Dabei reagiert der Körper allergisch auf die Eiweißkomponenten in bestimmten Pollen. Pollen sind von März bis September, während der Blütezeit von Gräsern, Bäumen und Kräutern in großer Menge in der Luft vorhanden und können bei Betroffenen Niesattacken, Fließschnupfen, eine verstopfte Nase oder juckende und brennende Augen auslösen.

Allergien können sich aber auch auf der Haut sichtbar machen. So leiden an Atopischer Dermatitis oder Neurodermatitis Erkrankte an einer chronischen Ekzemerkrankung der Haut, die auch oft mit allergischem Asthma, Heuschnupfen und Nahrungsmittelallergien einhergeht. Der Körper reagiert also oft auf mehrere Stoffe gleichzeitig allergisch, da zwei oder mehrere Stoffe denselben Allergieauslöser enthalten können. Es kommt somit zu einer Kreuzallergie.

Im Prinzip können alle Lebensmittel eine allergische Reaktion hervorrufen, die häufigsten sind jedoch Milch, Ei und Nüsse. Wichtig ist hier zwischen einer Allergie und einer Unverträglichkeit, also Intoleranz, zu unterscheiden. Während bei einer Allergie nämlich das körpereigene Abwehrsystem beteiligt ist und fälschlicherweise Antikörper gegen gewisse fremde Stoffe produziert, ist das Problem der Unverträglichkeit ein anderes. Eine Intoleranz tritt dann auf, wenn der Körper nicht genügend Enzyme oder Transportproteine bilden kann um gewisse Bestandteile der Nahrung wie Laktose, Fruktose oder Histamin abzubauen. Es kann daher zu Beschwerden wie Durchfällen, Bauchschmerzen, Blähungen oder Hautausschlägen kommen. Die Auswirkungen sind in der Regel jedoch wesentlich harmloser als bei einer Allergie.

Auch in Deinem Zuhause kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Viele Menschen sind auch auf Haustiere, oder genauer gesagt auf Eiweißkörper in Hautschuppen, Haaren Speichel oder dem Urin von Haustieren allergisch. Dabei sind gerade Augen, Nase und Bronchien betroffen. Diese Reaktionen können aber auch wesentlich kleinere, ungewollte Haustiere hervorrufen: die Rede ist von den Hausstaubmilben.

Für vier Prozent der Bevölkerung kann aber auch ein sonst nur schmerzhafter Insektenstich, ebenfalls Schwellungen, Hautausschläge, Schwindel oder sogar ein tödliches Kreislaufversagen, beziehungsweise einen anaphylaktischen Schock, bedeuten. Es ist daher unumgänglich, dass Betroffene immer Medikamente für den Notfall bei sich tragen.

Wie kannst Du eine Allergie richtig erkennen?

Auch wenn es nicht immer zu diesem Extremfall kommt, ist es besonders wichtig eine Allergie früh zu erkennen und Maßnahmen zu ergreifen. Eine unzureichende Behandlung führt nämlich oft zu einer Verschlechterung der Krankheit, so kann sich aus einem allergischen Schnupfen auch eine Asthma-Erkrankung entwickeln. Falls Du also unerklärlicherweise immer wieder von tränenden Augen, einer laufenden Nase, Atemnot oder Ausschlägen betroffen bist, solltest Du sofort zum Allergologen. Das Führen eines Allergietagebuchs über alle Symptome kann dem Arzt dabei helfen, eine Vermutung beziehungsweise Diagnose zu stellen.
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Diese Vermutung wird mit Hilfe von unterschiedlichen Tests anschließend überprüft. So werden Typ I Allergien mit Hilfe eines Pricktests schnell erkannt. Dabei träufelt der Arzt entsprechende Allergenlösungen auf die Innenseiten der Unterarme und sticht diese leicht in die Haut ein. Bildet sich nach circa 20 Minuten eine kleine Schwellung oder rötet sich die Haut, so reagiert das Immunsystem auf den Fremdstoff, es ist also eine Allergie vorhanden. Zusätzlich können auch Bluttests oder Langzeit Hauttests, über mindestens 48 Stunden hinweg, Auskunft über vorhandene Allergien geben. Bei Nahrungsmitteln liefert der Provokationstest die besten Ergebnisse. Dabei verabreicht ein Arzt das verdächtige Lebensmittel in geringer Dosis und beobachtet, ob eine allergische Reaktion auftritt. Aufgrund des hohen Risikos einer schweren allergischen Reaktion, darf ein Arzt diesen Test aber nur unter strenger Beobachtung durchführen.

Du bist allergisch und jetzt?

Grundsätzlich ist jede Therapie auch an die jeweilige Allergie angepasst. Therapieformen reichen dabei von Meidung der auslösenden Stoffe und vorbeugenden Maßnahmen bis hin zur Verabreichung von Medikamenten wie Antihistaminika und Cortison und Durchführung einer spezifischen Immuntherapie, die mit Hilfe einer Impfkur zur Desensibilisierung des Immunsystems führen soll. Neben der medizinischen Behandlung durch einen Arzt kannst Du also auch selbst, durch Maßnahmen Zuhause wie Pollenschutzgittern und Ähnlichem in vielen Fällen eine allergische Reaktion vermeiden.

Alles wichtige über Allergien, noch einmal schnell zusammengefasst:

  • Allergien treten hervor, wenn der Körper natürlich vorkommende Eiweißkörper fälschlicherweise als Schadstoffe erkennt und anschließend Antikörper produziert
  • Genetische Veranlagungen und das eigene Lebensumfeld spielen eine Rolle bei der Entwicklung von Allergien
  • 90 Prozent aller Allergien führen innerhalb weniger Minuten nach Kontakt mit der Substanz zu einer Reaktion
  • Bei vermehrt tränenden Augen, einer laufenden Nase, Atemnot oder Ausschlägen unbedingt zum Allergologen
  • Angepasst an die Art der Allergie gibt es auch unterschiedliche Therapieformen wie die Verabreichung von Medikamenten oder generelle Meidung der auslösenden Stoffe

 

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