Schluss mit den Mythen: Die Wahrheit über Hautpflege!
Die Wahrheit über Hautpflege – und welchen 7 Mythen Du keinen Glauben mehr schenken solltest!

Unsere Haut ist nicht nur das flächenmäßig größte Organ, sondern darüber hinaus ein besonders wichtiges. Sie übernimmt wesentliche Schutzfunktionen, sowie eine Vielzahl an lebenswichtigen Aufgaben. Wie essenziell es ist, uns um die entsprechende Hautpflege zu kümmern, wird uns oft erst dann bewusst, wenn es bereits zu spät ist. Faltencremes und Co. finden meist erst dann regelmäßig Anwendung, wenn der Schaden wortwörtlich zu tief in die Haut eingedrungen ist. Doch auf der Suche nach den richtigen Produkten stoßen wir häufig auf unterschiedliche Meinungen über Hautpflege. Einige davon haben sich so weit verfestigt, dass sie leichtsinnig als gängige Wahrheit angenommen werden. Denn genauso wie es verschiedene Hauttypen und ihre Probleme gibt, so individuell gestaltet sich auch der Weg zu gesunder und reiner Haut. In diesem Blog untersuchen wir die 7 gängigsten Mythen über Hautpflege auf ihren Wahrheitsgehalt.

Mythos Nummer 1: Sonnenschutz nur im Sommer verwenden

Einer der größten Irrtümer über Hautpflege ist, dass Produkte mit Lichtschutzfaktor ausschließlich im Sommer verwendet werden sollen. Doch für die Haut wäre dies ein fataler Fehler! Von UV-Strahlung sind wir nämlich ganzjährig betroffen. Diese aggressive Strahlung verursacht irreparable DNA-Schäden in den Zellen und begünstigt die vorzeitige Hautalterung. Bei der täglichen Pflegeroutine sollten daher Produkte mit LSF auf keinen Fall fehlen, unabhängig von der Jahreszeit. Denn im Winter ist die Haut zusätzlich durch Heizungsluft und Kälte besonders beansprucht und benötigt gerade in dieser Zeit erhöhten Schutz vor der schädlichen Strahlung. Dabei sollte vor allem darauf geachtet werden, dass Produkte erst ab LSF 30 einen ausreichenden Schutz gewährleisten.

Mythos Nummer 2: Anti-Aging-Produkte sollten erst im hohen Alter zum Einsatz kommen

Der Kollagengehalt der Haut sinkt ab dem 25. Lebensjahr stetig, sodass erste kleinere Fältchen entstehen. Kollagen ist nämlich das wichtigste Strukturprotein für die mechanische Stabilität der Haut und sorgt unter anderem für Straffheit und Elastizität.

Daher gilt: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Bereits mit Anfang 30 kannst Du kollagenbildende Produkte, die in Anti-Aging-Kosmetika enthalten ist, verwenden. Ein gesunder Lebensstil beugt neben der entsprechenden Pflege ebenfalls der Hautalterung vor.

Mythos Nummer 3: Make-up ist der Grund für verstopfte Poren und verschlechtert das Hautbild

Auch dies ist eine Behauptung, die oft fällt, wenn die Ursachen für unreine Haut ergründet werden. Dabei ist nicht nachweislich bewiesen, dass diese Annahme stimmt, denn mittlerweile gibt es sogar Make-up-Produkte auf dem Markt, die Talkum, Feuchtigkeitsstabilisatoren, Öle und natürliche Silikate enthalten, die die Haut schützen. Der Verzicht auf Make-up ist daher nicht zwingend notwendig für reine Haut. Zu beachten gilt jedoch die gründliche Reinigung der Haut am Abend, denn durch eine unzureichende Abschmink-Routine bildet sich über Nacht überschüssiger Talg, der porenverstopfend wirkt.

Mythos Nummer 4: Teure Produkte helfen besser als günstige

Die Preise für Hautpflegeprodukte kennen scheinbar keine Grenzen. Gerade im High-End-Bereich kommt man schnell auf Beträge, die im dreistelligen Bereich liegen. Doch der Mythos, dass teure Produkte wirksamer sind als preiswerte, hält sich in der Beautywelt zu Unrecht hartnäckig. Denn entscheidend für die Qualität eines Produkts ist nicht dessen Preis, sondern vielmehr die Formulierung, sowie die Inhaltsstoffe. Produkte, die ätherische Öle, wie Eukalyptus und Pfefferminz enthalten und frei von Alkoholen sind, wirken antientzündlich und eignen sich optimal für eine qualitativ hochwertige Hautpflegeroutine. Solche Produkte findet man jedoch in nahezu allen Preisklassen. Daher lohnt sich beim Kauf weniger der Blick auf den Preis, sondern viel mehr auf die Liste der Inhaltsstoffe. Auch müssen natürliche Produkte nicht generell besser für die Haut sein. Denn gerade bei sensibler Haut können pflanzliche Essenzen zu Allergien und unerwünschten Irritationen führen. Die Verträglichkeit eines Produkts – ob synthetisch oder natürlich- sollte daher an einer unauffälligen Hautstelle getestet werden.

Mythos Nummer 5: Ein Produkt wirkt erst dann, wenn es auf der Haut kribbelt

Bei diesem Mythos gilt besondere Vorsicht! Kribbeln auf der Haut bedeutet nämlich nicht, dass ein Wirkstoff „arbeitet“, sondern sollte vielmehr als ein Signal auf eine Unverträglichkeit gedeutet werden. Abgesehen von Produkten, die erfrischend oder kühlend wirken sollen, weist ein unangenehmes Hautgefühl oder eine auftretende Rötung oftmals auf einen Entzündungsprozess hin, der ernst genommen werden muss. Das Produkt sollte daher mit lauwarmem Wasser abgewaschen und nicht mehr verwendet werden. Falls die Symptome andauern oder sich gar verschlimmern, ist ein Besuch beim Hautarzt dringend zu empfehlen.

Mythos Nummer 6: Viel Trinken wirkt gegen trockene Haut

Da unser Körper zu 60% aus Wasser besteht, macht es Sinn, dass wir täglich circa zwei bis drei Liter Wasser zu uns nehmen sollten, damit unser Flüssigkeitshaushalt im Gleichgewicht bleibt. Doch die Vorstellung, dass die aufgenommene Flüssigkeit direkt in die Zellen der Haut übergeht, ist nicht korrekt. Der Körper nutzt nämlich das Wasser zunächst für alle lebenswichtigen physiologischen Prozesse und erst zum Schluss für die Haut. Viel Trinken hilft dem Organismus dennoch, wirkt allerdings nicht unbedingt trockener Haut entgegen. Hier sollte zusätzlich auf feuchtigkeitsspendende Pflegeprodukte gesetzt werden.

Mythos Nummer 7: Pflegeprodukte sollten häufig gewechselt werden

Dass sich durch die regelmäßige Anwendung einer Pflege eine Art „Gewöhnungseffekt“ einstellt, der sich nachhaltig auf die Haut auswirkt, ist eine Aussage aus der Kosmetikindustrie, die nicht der Wahrheit entspricht. In der Anfangsphase reagiert die Haut nämlich deutlich besser auf ein Produkt. Im Laufe der Anwendung wird nicht mehr so viel Pflege benötigt wie zuvor, da die Haut sich regeneriert und gesünder wird. Das ist ein positives Zeichen und soll heißen, dass man seiner Hautpflege treu bleiben kann. Ein Wechsel sollte erst dann in Erwägung gezogen werden, wenn eine Verschlechterung des Hautbildes bemerkbar wird, denn bestimmte Konservierungsstoffe können auf Dauer Allergien hervorrufen.

Wir hoffen, dass wir Dir jetzt etwas Klarheit verschaffen konnten, welche Mythen stimmen und welche Du gekonnt ignorieren kannst. So steht einer rundum gepflegten Haut nichts mehr im Weg!

 

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