Ein Tag mit… Dr. Nikolaus Redtenbacher

Mit einigen Fragen im Gepäck haben wir uns vor ein paar Wochen mal wieder auf den Weg zu einem unserer Ärzte gemacht. Wir sind in den 9. Bezirk nach Wien gefahren und haben dort Dr. Nikolaus Redtenbacher getroffen. Wann er die Entscheidung traf Medizin zu studieren oder was sein emotionalster Moment als Arzt war, das und noch viel mehr hat er uns in diesem Interview verraten.

Stellen Sie sich bitte kurz vor.

Mein Name ist Nikolaus Redtenbacher, ich bin Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde sowie Plastischer Gesichtschirurg.

Warum sind Sie Arzt geworden?

Die Entscheidung ist eigentlich schon in meiner Schulzeit gefallen. Das Interesse an der Medizin war von jeher da und ich wusste bereits mit 12 Jahren, dass ich Arzt werden möchte und habe die Schulwahl dann auch dementsprechend getroffen. Vorprägungen waren bei mir schon da, denn mein Vater war im medizinischen Bereich tätig und ich kannte auch in meinem privaten Kreis viele Ärzte.

Wie kam es zur Entscheidung, dass Sie Facharzt für Hals- Nasen- und Ohrenheilkunde geworden sind?

Eigentlich wollte ich ursprünglich Unfallchirurg werden, aber während des Studiums habe ich öfters in den dementsprechenden Abteilungen gearbeitet und habe den Eindruck gewonnen, dass es etwas zu grobschlächtig für mein Empfinden ist. Während des Studiums habe ich erkannt, dass die HNO ein sehr interessantes Fach ist, weil es eine sehr große chirurgische Komponente im Gesichtsbereich hat, welche um vieles feiner ist, als irgendwelche Gelenke zusammen zu zimmern oder zu schrauben. Das war der richtige Weg für mich, die feine Chirurgie.

Gibt es bei Ihnen einen typischen Tagesablauf?

Ich stehe jeden Tag um 6:00 in der Früh auf und da ich zwei Ordinationen betreibe, fahre ich entweder in meine Praxis nach Niederösterreich oder nach Wien. Beginn ist aber stets um 8:00 in der Früh und ein normaler Arbeitstag dauert meist bis in die Abendstunden. Durch Operationen bin ich auch an Wochenenden eingebunden, ich arbeite daher öfter mal sechs oder sieben Tage die Woche. Gerade am Wochenende hat man viel Zeit und Ruhe für die Patienten und es ist zudem für viele Patienten sehr praktisch. Ich habe grundsätzlich fixe OP-Zeiten in einigen Krankenhäusern vorgebucht und dann gibt es halt auch noch extra Termine.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit um abzuschalten?

Ich mache sehr viel Sport, als Ausgleich zu meinem Berufsleben. Im Sommer gehe ich gerne mountainbiken und wandern und im Winter fahre ich gerne Schi. Wenn ich in Wien bin, dann besuche ich das Fitnessstudio.

Gibt es ein Erlebnis, dass Sie besonders in Erinnerung haben?

Ja, ein einprägsames Erlebnis war während meiner Zeit im Krankenhaus. Ich war dort als HNO-Oberarzt tätig und ein Kind wurde mit dem Notarzt eingeliefert. Es hat eine Nuss eingeatmet, diese steckte unterhalb des Kehlkopfes fest, das ist an der Stelle, wo sich die Bronchien aufteilen. Die Sauerstoffsättigung des Kindes ist ständig gesunken und bewegte sich Richtung 0, das Kind war schon komplett blau. Letztendlich ist es mir durch einen endoskopischen Eingriff  gelungen, diese Nuss zu bergen und dem Kind das Leben zu retten. Eine halbe Stunde später lief es fröhlich und aufgeweckt durch die Ambulanz und hatte keinen Schaden davongetragen. Das war sicherlich eines der emotionalsten Highlights für mich, generell für alle Beteiligten, weil es eben in letzter Sekunde war.

Haben Sie eine Lieblingsoperation oder eine Lieblingsbehandlung?

Nasenkorrekturen sind mein Hauptfokus der operativen Tätigkeit und das mache ich auch definitiv am Liebsten. Das ist für mich eine Art Leidenschaft und dafür operiere ich auch gerne in meiner Freizeit am Wochenende. Für mich ist meine Arbeit nicht nur Beruf, sondern auch eine Bereicherung des Lebens.

Nasenoperationen erheben für mich den Anspruch, als künstlerische Tätigkeit wahrgenommen zu werden – ich sehe mich selbst als Mensch, der ein feines Kunsthandwerk ausübt; jeder Millimeter zählt bei meiner Arbeit. Zudem ist die Nase ja in erster Linie ein Sinnesorgan! Nicht nur die Optik ist entscheidend, sondern bei Nasenoperationen soll auch vor allem eine Optimierung der Nasenatmung erzielt werden.

Mir ist es tatsächlich lieber, zwei oder drei Nasen an einem Samstag zu machen, als einen Vormittag lang am Golfplatz zu stehen. Es ist so eine befriedigende, tolle Arbeit. Du gehst am Abend nach Hause und weißt, du hast heute wieder was Konstruktives gemacht und bist einfach zufrieden.

Gibt es Veränderungen in der Plastischen Chirurgie, die Sie beobachten?

Mit Ausnahme von Nasenkorrekturen geht der Trend ganz klar zu nicht-operativen, also nicht-invasiven Behandlungen. Das ist schon deutlich merkbar. Bestes Beispiel dafür ist die sogenannte „Fettabsaugung-ohne-OP“. Mit „Coolsculpting“ biete ich in meiner Ordination eine Methode an, mit der wir auf nicht-operativem Wege Fettzellen zerstören können; diese wachsen auch nicht mehr nach. Die Komplikationen einer Operation fallen weg, man hat keine Ausfallszeiten und kann nach der Behandlung gewohnt dem Tagesablauf nachgehen. Die Erfolgsrate ist äußerst hoch und es können dieselben klassischen Fettdepots behandelt werden wie früher im Rahmen einer Fettabsaugung.

Es gibt auch nicht-operative Nasenkorrekturen, mithilfe einer Unterspritzung. Dabei kann ich kleinere Deformierungen oder Unregelmäßigkeiten kaschieren und auffüllen. Das Ergebnis ist hier aber nur von mäßig langer Dauer, da eine Unterspritzung circa ein halbes Jahr bis maximal ein dreiviertel Jahr hält.

Natürlich sind auch die Kunden in vielen Fällen interessiert, eine Operation zu vermeiden. Bei gewissen Behandlungen können wir mittlerweile sehr gute Resultate erzielen, bei anderen kann eine Operation noch nicht ersetzt werden.

Bekannt u.a. aus den Medien:

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