Henna Tattoos: Unschöne Urlaubserinnerungen! - MOOCI
Henna Tattoos – Urlaubserinnerungen mit gefährlichem Beigeschmack!

Man sieht sie vor allem im Sommer auf Armen und Beinen: Die Henna-Tattoos. Was als schöne Urlaubserinnerung gedacht ist, kann aber ziemlich schwere Folgen mit sich bringen! Immer wieder liest und hört man von starken Verbrennungen der Haut nach Henna Tattoos. Was es damit auf sich hat und was Du bei Henna Tattoos beachten solltest, das verraten wir Dir in diesem Beitrag.

Temporäre Tattoos – Die perfekte Erinnerung an den Urlaub?
Gerade weil sie nach circa ein bis zwei Wochen wieder verschwinden, sind Henna-Tattoos besonders beliebt bei Urlaubern. Henna gewinnt man aus den getrockneten und zermahlenen Blättern der Hennasträucher, die vor allem im Orient vorkommen. Traditionell verwendet man Henna in der Nacht vor der Hochzeit. Dabei werden die Hände und Füße der Braut bemalt, dies soll vor allem für Fruchtbarkeit, Liebe und Wohlstand stehen.

Wie funktionierts?

Ganz einfach! Zunächst wird die Farbe angemischt und das Motiv mit einer Vorlage auf Deine Haut aufgebracht. Anschließend wird die Farbe aufgetragen und rund zwei Stunden später darfst Du die überschüssige Farbe abwaschen. Das Tattoo bleibt dann für etwa zwei Wochen auf Deiner Haut, bis es vollständig verblasst.

Heutzutage sieht man Henna Tattoos vor allem im Sommer. Viele möchten die Tattoos als schönes Mitbringsel aus dem Urlaub. Normalerweise hat Henna eine rötlich bis braune Farbe. Um einen dunkleren, noch intensiveren Farbton zu erzeugen, der auch länger hält, können Zusätze beigemengt werden. Dabei verwenden den Farbstoff PPD, das steht für Para-Phenylendiamin.

Die Gefahr: PPD

In der EU ist dieser Zusatz reglementiert, da es sich dabei um ein starkes Allergen handelt. Du findest diesen Farbstoff teilweise auch bei gefärbten Leder, Druckerschwärze oder in Gummischläuchen und Fahrradgriffen. Sehr selten kann es auch sein, dass PPD in Haarfärbemitteln zu finden ist. In der EU findest Du meist nur die Vorstufe von PPD, diese nennt sich PTD und hat ein geringeres allergenes Potential.

Vor allem in Touristenorten bieten viele die Bemalung zu günstigen Preisen an. Dies hat damit zu tun, dass die Henna Farbe oft mit dem PPD gepanscht ist und so billiger ist, als das reine Henna. Die Farbe ist nicht mehr rot-bräunlich, sondern kann sehr dunkel bis schwarz wirken.

Wie bereits erwähnt, ist PPD ein allergener Stoff und kann, je nach Empfindlichkeit der Person sowie abhängig von der verwendeten Menge und der Intensität zu allergischen Reaktionen führen. Die ersten Anzeichen einer allergischen Reaktion sind in der Regel nicht nach wenigen Stunden spür- oder sichtbar, sondern es kann bis zu zwei Wochen dauern. Meist deuten Rötungen, Juckreiz und Bläschenbildung bei dem Henna Tattoo auf eine Allergie hin. Solltest Du Anzeichen einer Allergie bemerken, solltest Du unbedingt einen Arzt oder Dermatologen aufsuchen. Durch eine rasche Behandlung können die Schmerzen gelindert werden, jedoch kann es mehrere Monate dauern, bis die Rötungen komplett verblasst sind. Im schlimmsten Fall können sogar Narben zurückbleiben.

Do-It-Yourself!

Wenn Du im Urlaub ein Henna Tattoo möchtest, achte auf jeden Fall darauf, dass es sich bei der verwendeten Farbe um reines Henna handelt. Es ist zwar schwierig zu erkennen, aber die rot-bräunliche Farbe ist ein Indiz für reines Henna. Möchtest Du auf Nummer sichergehen? Dann kannst Du Dir Dein Henna Tattoo auch einfach selber machen! Henna Paste oder Pulver bekommst Du entweder in einem indischen Supermarkt oder Du bestellst es online. Wichtig ist: Die Haut muss vor dem Auftragen der Paste gründlich gereinigt und trocken sein, nur so hält die Farbe auch lange. Zahlreiche Vorlagen und DYIs findest Du im Internet. Wir wünschen Dir viel Spaß beim Ausprobieren.

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