Wir brechen das Tabu–Thema und haben Dr. Günther 10 Fragen zum Thema Intimchirurgie gestellt!

In der Plastischen Chirurgie gibt es einige Themen, über die viele aus Scham oder anderen Gründen heraus schweigen. Eines dieser Tabu–Themen ist die Intimchirurgie. Wir bei MOOCI wollen diese Tabus aufbrechen und haben uns daher mit Dr. Günther über das Thema Intimchirurgie unterhalten. Dabei hat er mit uns geklärt aus welchen Gründen Frauen diesen Eingriff vornehmen lassen und wie lange sie anschließend zum Beispiel auf Geschlechtsverkehr verzichten müssen.

1. Was sind die häufigsten Beweggründe für einen Eingriff im Intimbereich?

Ein Drittel der Patientinnen gibt an, dass sie ihren Intimbereich nicht schön finden und sich in öffentlichen Bädern oder auch in der Partnerschaft daher unwohl fühlen. Das zweite Drittel der Frauen gibt an, dass sie Beschwerden haben, z.B. beim Fahrradfahren. Das dritte Drittel der Frauen klagt meistens über eine Kombination aus beiden Beweggründen.

2. Was muss ich vor einem Eingriff im Intimbereich beachten?

Das wichtigste ist, dass die Patientin den für sich perfekt passenden Arzt findet, sich ausreichend beraten lässt und sich genau überlegt, welchen Eingriff sie machen möchte. Alles weitere kann die Patientin mit ihrem Arzt im Beratungstermin klären.

3. Wie hoch ist die Gefahr einer Gefühlseinschränkung nach einer Operation im Intimbereich?

Bei einem qualifizierten Operateur sollte das nie der Fall sein. Ich selbst habe so etwas noch nie erlebt.

4. Ist das Ergebnis einer Vergrößerung/Verkleinerung/Verengung dauerhaft und bleiben Narben zurück?

Im Normalfall bleibt das Ergebnis über Jahre unverändert. Nur in der Schwangerschaft kann sich das Gewebe durch Hormone oder auch durch die mechanische Dehnung während der Geburt wieder verändern. Da bei der Operation in das Gewebe eingeschnitten wird, bleiben auch nach dem Eingriff Narben zurück. Diese sind jedoch nach der vollständigen Abheilung, und bei guter Wundpflege sehr unscheinbar. Falls man über den Eingriff nicht informiert ist, werden einem daher auch die Narben nicht sichtbar auffallen.

5. Was passiert, wenn ich nach einer Korrektur im Intimbereich ein Kind bekomme? War dann alles umsonst?

Das Ergebnis der Korrektur kann sich durch eine Geburt verändern, es handelt sich dabei aber immer nur um geringe Veränderungen. Ich musste daher noch keine Patientin aus diesem Grund erneut operieren.

6. Wie lange muss ich auf Geschlechtsverkehr verzichten?

Nach einer Operation im Intimbereich ist es wichtig, die Wunden vollständig verheilen zu lassen. Die Patientin sollte also unbedingt etwa drei bis vier Wochen auf Geschlechtsverkehr verzichten. Sobald alle Wunden verheilt sind, ist auch der Geschlechtsverkehr wieder ganz uneingeschränkt möglich.

7. Was muss ich nach einem Eingriff im Intimbereich beachten?

Es ist wichtig, dass sich die Patientin immer an alle Anweisungen des Arztes hält und sie sich gerade in den ersten Tagen körperlich schont. Sobald sie unnatürliche Schmerzen hat, oder der Patientin allgemein etwas unnatürlich vorkommt, ist es wichtig, dass sie immer ihren Arzt kontaktiert. Sobald der Heilungsprozess nach der Operation abgeschlossen ist, kann die Patientin wieder ganz normal Tampons verwenden. Dabei sollte sie im Normalfall keine Schmerzen verspüren.

8. Muss ich eine Ausfallzeit nach einer Operation im Intimbereich einplanen?

Die Patientin wird circa eine Woche lang nach der Operation nicht lange sitzen können. Auch Sport sollte sie nur sehr vorsichtig beziehungsweise erst nach zwei Wochen uneingeschränkt betreiben.

9. Werden die Kosten einer Operation im Intimbereich von der Krankenkassa übernommen?

Da es sich in den meisten Fällen um einen rein ästhetischen Eingriff handelt, übernehmen die Krankenkassen die Operation im Normalfall nicht. Die Patientin kann sich aber immer bei ihrem Arzt informieren oder auch bei ihrer Krankenkasse, ob zumindest ein Teil der Kosten abgedeckt wird.

10. Welche Risiken gibt es bei einer Operation im Intimbereich?

Wenn sich die Patientin von einem qualifizierten Arzt operieren lässt, sind die Risiken bei einer Operation im Intimbereich nicht anders als die üblichen Risiken einer Operation. Es kann also eventuell zu Wundschmerz, einer Schwellung und gelegentlich ebenfalls zu einer Blasenentzündung kommen. Im schlimmsten Fall kann es auch zu einer Wundheilungsstörung kommen, es ist daher wichtig, dass die Patientin ihren Arzt sofort informiert, wenn sie unübliche oder lang andauernde Beschwerden hat.

 

Dr. Stephan Günther:

Dr. Doris Wallentin - Expertentipp
Dr. Stephan Günther

Dr. Stephan Günther ist Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und hat sich im Laufe seiner Ausbildung auf die Intimchirurgie der Frau spezialisiert. Er führt in seiner Praxisklinik in Düsseldorf regelmäßig Schamlippenkorrekturen, Korrekturen der Klitorisvorhaut sowie Wiederherstellungen des Jungfernhäutchens durch. Dabei kann er auf mehr als zehn Jahre Erfahrung in diesem Bereich zurückgreifen und ist somit Experte auf seinem Gebiet.

 
 

Wie finde ich den richtigen Arzt?

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